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Medizin und Sprache – die Sprache der Medizin

Medycyna i język – język medycyny

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Edited By Eva Brinkschulte, Fritz Dross, Anita Magowska, Marcin Moskalewicz and Philipp Teichfischer

Medizin und Sprache – die Sprache der Medizin lautete das Thema der 14. Tagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin. Der Tagungsband umfasst 17 Beiträge, die aus unterschiedlichen Perspektiven das Verhältnis von Sprache und Medizin thematisieren. Die Autoren diskutieren die medizinische Fachsprache als internes und externes Kommunikationsmittel hinsichtlich ihres terminologischen und pragmatischen Wandels sowie hinsichtlich ihrer Transformation in Formular-, Bild- und Zahlensprachen. Sie betrachten medizin- und sprachhistorische sowie bild- und kommunikationstheoretische Aspekte für den Zeitraum vom 14. bis zum 20. Jahrhundert.
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Die letzten lateinischen und die ersten deutschsprachigen Dissertationen an den medizinischen Fakultäten der preußischen Universitäten in Berlin, Breslau, Halle und Königsberg im Jahre 1867 Pierwsze niemieckojęzyczne dysertacje na wydziałach medycznych uniwersytetów w Berlinie, Wrocławiu, Halle i Królewcu (1867 r.)

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Michael Sachs

Die letzten lateinischen und die ersten deutschsprachigen Dissertationen an den medizinischen Fakultäten der preußischen Universitäten in Berlin, Breslau, Halle und Königsberg im Jahre 1867

Pierwsze niemieckojęzyczne dysertacje na wydziałach medycznych uniwersytetów w Berlinie, Wrocławiu, Halle i Królewcu (1867 r.)

Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein musste an den preußischen Universitäten die Promotionsprüfung in lateinischer Sprache mit Strenge (daher examen rigorosum) vollzogen werden. Nicht nur die gedruckten Inaugural-Dissertationen sondern auch die mündlichen Disputationen mussten traditionsgemäß in lateinischer Sprache abgefasst bzw. gehalten werden. Erst durch den Erlass des preußischen Kultusministers (Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten) Heinrich von Mühler (1813–1874) vom 22. Mai 1867 durften die medizinischen Dissertationen und Disputationen jetzt auch an allen preußischen Universitäten in deutscher Sprache abgefasst bzw. gehalten werden. Ausschlaggebend dafür war die Tatsache, dass infolge der Gebietserwerbungen Preußens nach dem preußisch-österreichischen Krieg 1866 die Universitäten Göttingen und Marburg unter preußische Herrschaft kamen, in denen schon Jahrzehnte vorher die Abfassung von deutschsprachigen Hochschulschriften erlaubt worden war. Daher erschien eine Vereinheitlichung angezeigt, zumal dem Minister bereits seit Jahren Anträge sämtlicher preußischer medizinischer Fakultäten auf Zulassung der deutschen Sprache vorlagen. ← 111 | 112 →

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