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Einführung in die Ästhetik

Eine philosophische Collage

Evelin Klein

Die Autorin bietet in ihren einführenden philosophischen Reflexionen eine Auswahl an klassischen und modernen Themen der Ästhetik: Dialektik der Aufklärung, Kunst nahe am Verstummen, Begriffsgeschichte des Schönen und andere. In zehn Kapiteln werden Zitate durch kommentierende Abschnitte verbunden. Dabei geht das Buch nicht fortlaufend argumentierend vor, sondern präsentiert sich vielmehr als Collage. Jedem Kapitel ist ein literarisches Motto vorangestellt. Es soll den Gefühlsraum zeigen, in dem sich Ästhetik dann bewegt. Gegenwärtige Kunst als kritische Instanz verweist auf die Autonomie der Ästhetik, die stets Tendenzen abwehren muss, welche sie einzuschränken oder gar zu vernichten drohen: dies waren und sind hauptsächlich autoritär-politische Vereinnahmungen.
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VII. Zur Begriffsgeschichte des Schönen mit einem Einschub zum Begriff der Nachahmung

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VII.  Zur Begriffsgeschichte des Schönen mit einem Einschub zum Begriff der Nachahmung

Siehe, da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle, Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt. Auch ein Klagelied zu sein im Munde der Geliebten, ist herrlich, Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.

F. Schiller, Nenie

Begriffe haben in der Philosophie bzw. Geistesgeschichte keinen gleichbleibenden Sinn, sondern befinden sich in einem fortdauernden Veränderungsprozeß, der eng mit dem politischen und gesellschaftlichen zusammenhängt. Geschichte der Philosophie ist durch einen Argumentationszusammenhang quer durch die Zeiten bestimmt. Motive gehen in der Geschichte nicht verloren, sondern werden immer wieder aufgegriffen, bekämpft oder weiterentwickelt.

Die griechische Antike hat bis heute einen besonderen Stellenwert für die Entwicklung von Philosophie und Kunst. Vergleicht man z. B. einige beliebig herausgegriffene Zitate mit Tendenzen in der Kunstkritik heute, so wird man jenen Problemkatalog sehen können, den auch moderne Ästhetik beinhaltet bis hin zu Benjamin und Adorno:

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