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Einführung in die Ästhetik

Eine philosophische Collage

Evelin Klein

Die Autorin bietet in ihren einführenden philosophischen Reflexionen eine Auswahl an klassischen und modernen Themen der Ästhetik: Dialektik der Aufklärung, Kunst nahe am Verstummen, Begriffsgeschichte des Schönen und andere. In zehn Kapiteln werden Zitate durch kommentierende Abschnitte verbunden. Dabei geht das Buch nicht fortlaufend argumentierend vor, sondern präsentiert sich vielmehr als Collage. Jedem Kapitel ist ein literarisches Motto vorangestellt. Es soll den Gefühlsraum zeigen, in dem sich Ästhetik dann bewegt. Gegenwärtige Kunst als kritische Instanz verweist auf die Autonomie der Ästhetik, die stets Tendenzen abwehren muss, welche sie einzuschränken oder gar zu vernichten drohen: dies waren und sind hauptsächlich autoritär-politische Vereinnahmungen.
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Nachwort

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Es stellt sich die Frage, warum ein 1987 erschienenes Buch (mit 2. Auflage 1989) noch einmal 2014 gedruckt wird. Die vordergründige Antwort lautet, weil es immer wieder Nachfragen gab, die nicht mehr erfüllt werden konnten, da Dr.Alois Soritsch die Produktion seines „Literas“ Verlages in Wien einstellte und daher kein Nachdruck mehr möglich war. Ihm möchte ich meinen Dank ausdrücken, da er mir die Veröffentlichung der Ergebnisse eines Wissenschaftsstipendiums der Stadt Wien ermöglichte.

Nach längerem Überlegen entschloß ich mich zu einer unveränderten Neuauflage, da ich den Inhalt in mehrfacher Weise noch für aktuell halte. Kunst als kritische Instanz sollte sich nicht zur Gänze von der traurigen Realität entfernen. Probleme des 20. und 21. Jahrhunderts sind immer noch virulent, Naturzerstörung bis zum möglichen Omnizid, atomare Rüstung, Völkermord, Kriege und Gewalt, Armut, Krisen der Demokratie. Die Kunst der Moderne hat immer beansprucht, ein Weg zur Wahrheit zu sein, ebenso wie Philosophie.

Die Methode des Collagierens bezieht sich auf die Art und Weise wie philosophische Texte in bestimmten Sinnzusammenhängen zitiert werden. Dies weist auf meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit philosophischer Texte hin und gibt dem Bild als solchem sowie dem poetischen Wort ein Mehr an Bedeutung. Durch die vor die Kapitel gestellten poetischen Zitate befinde ich mich gleichsam in einem emotionalen „Gemeinsinn“, der aus dem Widerspruch von philosophischer Theorie und Leben entsteht.

Widersprüchlich ist auch meine Einstellung der...

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