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Innerer Dialog und Textproduktion

Ein Beitrag zur Überwindung von Schreibhemmungen Studierender beim Verfassen ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeiten

Emma Huber

Wie kann der innere Dialog Studierende bei der Textproduktion für ihre wissenschaftlichen Abschlussarbeiten unterstützen und ihnen dabei helfen, Schreibhemmungen zu überwinden? Dazu vergleicht die Autorin entsprechende Beiträge aus Psychologie, Sprachwissenschaft, Pädagogik, Tiefenpsychologie und Existenzanalyse. So gelangt sie zu einem neuen Verständnis von Schreiben als Ausdruck des inneren Dialogs der Person. Eine Erprobung dialogischen Schreibens in der Praxis ergibt, dass Studierende diese Art von Schreiben als hilfreich einschätzen. Im letzten Teil des Werkes erörtert die Autorin Vorschläge zu einer verstärkten Schreibförderung in Schule und Hochschule sowie den Beitrag der Psychotherapie zum Gelingen eines Schreibprojekts.
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Vorwort

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Für wen schreibe ich meine Abschlussarbeit? Nur für meine BetreuerIn? Für mich selbst – oder doch auch für Andere? Diese oder ähnliche Fragen stellen sich Studierende, ehe sie mit dem Verfassen ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeiten beginnen. Eine solche Arbeit ausschließlich für ihre BetreuerIn oder für sich selbst zu schreiben, diese Vorstellung empfinden sie nicht als sonderlich motivierend. Wenn sie sie jedoch auch für andere Personen schrieben, dann wäre ihr Schreiben zu etwas gut – dann hätte es einen Sinn.

So kam ich auf die Idee, Studierende könnten sich zum Verfassen ihrer wissenschaftlichen Arbeiten des inneren Dialogs bedienen, z.B. des inneren Dialogs mit einer anderen Person: Die/der Studierende stellt sich eine bekannte oder unbekannte, reale oder fiktive/virtuelle interessierte Person vor und erläutert dieser schriftlich, was der aktuelle Wissensstand zu ihrem bzw. seinem Thema ist und was sie oder er selbst dazu noch herausgefunden hat. Solcherart kann sie bzw. er auch eigenen Schreibhemmungen vorbeugen oder bestehende überwinden.

Wenngleich dieser Zugang zum Schreiben einer Abschlussarbeit noch vielen unbekannt oder unbewusst war, so hatten ihn doch Andere schon entdeckt. Entsprechende Anmerkungen fanden sich nämlich in der Literatur und in Erfahrungsberichten einzelner Studierender. In meiner Dissertation ging es mir vor allem darum, den erwähnten Zugang mittels Erkenntnissen aus Sprachwissenschaft, Pädagogik, Tiefenpsychologie und Existenzanalyse wissenschaftlich zu fundieren, um darauf aufbauend die existenzanalytische Theorie ein Stück weit zu ergänzen und damit einen Beitrag zur Psychotherapieforschung zu leisten...

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