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Bildungsurlaub – Planung, Programm und Partizipation

Eine Studie in Perspektivverschränkung

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Steffi Robak, Horst Rippien, Lena Heidemann and Claudia Pohlmann

In einem perspektivverschränkenden Ansatz untersuchen die Autorinnen und der Autor die polyvalenten Wirkungen von Bildungsurlaub. Außerdem befassen sie sich mit den durch die Gesetzesänderung evozierten Steuerungseffekten auf der Ebene der Anbieter und Angebote. Es werden darüber hinaus die professionellen Handlungsmodi der Programmplanung untersucht und die Interessens- und Verwertungszusammenhänge der Teilnehmenden. Hintergrund ist die Tatsache, dass es in Deutschland nur wenige gesetzliche Regelungen gibt, die ein Recht des Einzelnen auf Weiterbildung sichern. Ein besonderes Beispiel sind die Landesgesetze zum Bildungsurlaub (auch Bildungsfreistellungsgesetze). Das Bundesland Bremen hat sein Bildungsurlaubsgesetz im Jahre 2010 novelliert und versucht die Teilnahmequote zu erhöhen, indem es das Spektrum an Bildungsurlaubsanbietern und Veranstaltungsformaten ausdifferenziert und erweitert.
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Angebotsplanung von Bildungsurlaubsveranstaltungen im Spannungsfeld gesellschaftspolitischer Ansprüche, erwachsenenpädagogischer Prinzipien und ökonomischer Interessen

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1. Einleitung

Der Beitrag behandelt die makrodidaktische Planung von Bildungsurlaubsveranstaltungen in verschiedenen Bremer Weiterbildungseinrichtungen und Bildungsbereichen vor dem Hintergrund der Novellierung des Bremischen Bildungsurlaubsgesetzes (BremBUG) im April 2010. Präsentiert werden empirische Befunde einer qualitativen Befragung von Vertreterinnen und Vertretern „alter“ und „neuer“ Bildungsurlaubsanbieter (nach dem Bremischen Weiterbildungsgesetz anerkannte Weiterbildungseinrichtungen und gewerbliche Weiterbildungsanbieter).1

In den Interviews, die im Sommer und Herbst 2011 geführt wurden, wiesen die Befragten darauf hin, dass die Änderung des Bremischen Weiterbildungsgesetzes (in Kraft seit Dezember 2011) mit den neuen Förderungsbedingungen viel stärkere Auswirkungen auf die Angebotsplanung von Bildungsurlaubsveranstaltungen haben werde als die Novelle des BremBUG. Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen diese Einschätzung und legen eine Folgeuntersuchung nahe. Der Fokus dieser Studie muss sich jedoch aufgrund der begrenzten Ressourcen auf die Auswirkungen der Novelle des BremBUG beschränken.

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