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Bildungsurlaub – Planung, Programm und Partizipation

Eine Studie in Perspektivverschränkung

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Edited By Steffi Robak, Horst Rippien, Lena Heidemann and Claudia Pohlmann

In einem perspektivverschränkenden Ansatz untersuchen die Autorinnen und der Autor die polyvalenten Wirkungen von Bildungsurlaub. Außerdem befassen sie sich mit den durch die Gesetzesänderung evozierten Steuerungseffekten auf der Ebene der Anbieter und Angebote. Es werden darüber hinaus die professionellen Handlungsmodi der Programmplanung untersucht und die Interessens- und Verwertungszusammenhänge der Teilnehmenden. Hintergrund ist die Tatsache, dass es in Deutschland nur wenige gesetzliche Regelungen gibt, die ein Recht des Einzelnen auf Weiterbildung sichern. Ein besonderes Beispiel sind die Landesgesetze zum Bildungsurlaub (auch Bildungsfreistellungsgesetze). Das Bundesland Bremen hat sein Bildungsurlaubsgesetz im Jahre 2010 novelliert und versucht die Teilnahmequote zu erhöhen, indem es das Spektrum an Bildungsurlaubsanbietern und Veranstaltungsformaten ausdifferenziert und erweitert.
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Teilnehmendenstruktur und Anwahlverhalten im Bildungsurlaub

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„Weiblich, gebildet, jung“, lautet die pointierte Diagnose zur Weiterbildungsbeteiligung in der 2008 erschienenen Expertise zur Situation in Bremen, die von Anke Grotlüschen vorgelegt worden ist (cf. Grotlüschen/Kubsch 2008, S. 63). Ja – aber, möchte man nach der Analyse der Strukturdaten 2011 erwidern. Denn die Untersuchung der Teilnehmendenstruktur fördert erhebliche Unterschiede zwischen dem Bildungsurlaub auf der einen und den übrigen Veranstaltungsformaten auf der anderen Seite zutage. Außerdem lassen sich auch innerhalb der hier untersuchten 924 Bildungsurlaubsveranstaltungen des Jahres 2011 sehr unterschiedliche Profile für die verschiedenen Fachbereiche und deren Anbieter ausmachen.

Im ersten Teil der Ergebnisdarstellung unseres Monitorings1 werden zunächst Unterschiede zwischen Bildungsurlauben und anderen Angebotsformaten kurz beleuchtet. Der zweite Teil fragt nach den unterschiedlichen Profilen der Fachbereiche und versucht Aufschlüsse zu geben über Präferenzen verschiedener Nutzergruppen. Zuvor aber soll die Datenbasis der Teiluntersuchung diskutiert werden:

1.  Die Datenbasis zu den Teilnahmefällen

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