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Drago Julius Prelog

Eine gemalte Biographie

Semirah Heilingsetzer

56 Hommage-Bilder stehen für eine Zeitspanne von 56 Jahren – beginnend 1959, mit der ersten Ausstellung in der legendären Galerie «Zum Roten Apfel» bis zum Jahr 2014. Begleitet von vielfältigen Bildbeispielen stellt sich chronologisch geordnet ein abwechslungsreiches Künstlerleben dar, gewährt einen uneingeschränkten Blick auf Höhen und Tiefen, auf Zuversicht und Zweifel, auf Versagen und Gelingen.
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Die vielbeachteten Anfänge: Semirah Heilingsetzer

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Semirah Heilingsetzer

„Unter dem Hauszeichen des roten Apfels stellen zwei junge Kunstakademiker aus, Drago und Brauner. Drago klebt dünne Papiere auf Pappendeckel, appliziert Eisendraht und Metallspäne auf Gitterwerk, bastelt Collagen aus Herbstblättern und Tannenreisig. (…). Der alte Hof, in dem Herbstblätter zu Boden rascheln, die verblichenen Muster an der Zimmerwand, eine alte Standuhr, Gipsrahmen, eine zyklamenfarben gestrichene Schneckengangtreppe: das Ganze ein Idyll aus dem alten Wien, darin pariserische Improvisation zweier talentierter junger Leute, denen man zum Optimismus noch Glück und einige wohltuende Gönner wünschen möchte.“1

Die beschriebenen Werke wurden im Jahr 1959 in der Wiener Galerie „Zum Roten Apfel“2 ausgestellt. Drago Prelog war zuvor Schüler an der Grazer Kunstgewerbeschule in der Klasse für dekorative Malerei bei Otto Brunner; in der Folge war er in Wien in der Klasse von Albert Paris Gütersloh an der Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz eingeschrieben – er studierte dort als regulärer Student bis 1962.3

Nach einer kurzen Phase, in der sich Prelog mit naturalistischen Aktzeichnungen auseinandersetzte4, wandte er sich nach 1958 der Abstraktion zu. Sie führte ihn zu den sogenannten „Zentralformationen“ des Jahres 1959 (siehe Abb. 11), die in der von Neuwirth beschriebenen Ausstellung in der Galerie „Zum Roten Apfel“ zu sehen waren. Hier lässt sich ein Bezug zu Rainers „Zentralgestaltungen“ und „Zentralisationen“ der 1950er Jahre herstellen, der auf die damals jüngere Künstlergeneration einen wesentlichen Einfluss hatte.

Rainer, der...

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