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Industriestudie Frankfurt am Main 2013

Peter Lindner, Stefan Ouma, Max Klöppinger and Marc Boeckler

Die Industrie ist zurück. Spätestens seit der Finanzkrise erfolgt europaweit eine Neubewertung ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung und zeitgleich zeichnet sich ein verändertes Bild industrieller Produktion ab, das seinen prominentesten Ausdruck im Begriff der vierten industriellen Revolution findet. Doch welche Anforderungen sich daraus an die kommunale Industriepolitik ergeben, ist weithin unbekannt. Hier setzt die Industriestudie Frankfurt an, indem sie konsequent die Perspektive der Unternehmer und ihrer Beschäftigten einnimmt. Sie entwirft ein detailliertes und differenziertes Bild eines Sektors, der immer schwerer vom Bereich der Dienstleistungen abzugrenzen ist und ergänzt klassische Fragen der Standortbewertung um eine Netzwerk- und Wertschöpfungskettenanalyse. Darauf aufbauend werden fünf Handlungsfelder einer neuen kommunalen Industriepolitik für die Stadt Frankfurt identifiziert, deren konkreter Ausgestaltung ein übergeordnetes industriepolitisches Leitbild zugrundeliegen muss.
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Vorwort

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Vor genau 20 Jahren, im Februar 1994, hat die Stadt Frankfurt ihr bislang gültiges industriepolitisches Leitbild veröffentlicht. Es beginnt mit dem programmatischen Satz „Die deutsche Industrie ist in der Krise“. Eine ähnliche Feststellung an den Anfang einer Situationsanalyse der Industrie zu stellen wäre heute undenkbar und unangemessen. Nicht nur die Rahmenbedingungen haben sich grundsätzlich geändert, auch die Industrie selbst befindet sich in einer völlig anderen Ausgangslage. Frankfurt trägt diesen Veränderungen Rechnung und hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Master -plan Industrie zu entwerfen, der die Richtung der stadtökonomischen Entwicklung in den nächsten Jahren maßgeblich mitbestimmen soll.

Die vorliegende Industriestudie stellt dafür einen entscheidenden Baustein dar. Sie ist das Ergebnis von fast 18 Monaten intensiver Materialerhebung und -auswertung, Experteninterviews und informellen Gesprächen, Round Tables und Diskussionen nach Vortragsveranstaltungen, der kontinuierlichen Begleitung durch die Wirtschaftsförderung Frankfurt und vor allem auch einer umfangreichen schriftlichen Befragung, an der die Arbeitgeber von über 90% aller Frankfurter Industriebeschäftigten teilnahmen. Bei allen Industrieexperten, Unternehmern, Gewerkschaftsmitgliedern und Verbandsvertretern, die an diesem Prozess beteiligt waren, wichtige Impulse lieferten und sich immer wieder Zeit nahmen, bedanken wir uns für ihre Unterstützung!

Neben den Verfassern selbst waren an der inhaltlichen Arbeit vor allem Christian Girmann, Denis Guth und Dan Orbeck beteiligt, denen besonderer Dank für ihren Beitrag zur Netzwerkanalyse gebührt. Raphael Schwegmann übernahm schnell und zuverlässig die Endkorrektur des Manuskripts. Schließlich bedanken wir...

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