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Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache

Akten des 44. Linguistischen Kolloquiums 2009 in Sofia

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Edited By Maria Grozeva-Minkova and Boris Naimushin

Dieser Band umfasst 56 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache, die auf dem 44. Linguistischen Kolloquium im September 2009 an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia gehalten wurden. Vortragende aus Europa, Asien und Australien behandelten unter dem Thema Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache die vielschichtigen Einflüsse der Globalisierung und der neuen Medien auf die Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Fragestellungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen Sprache und Politik, Sprache und Kultur, Sprache und Gesellschaft werden in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation und die Entwicklungstendenzen der Sprache analysiert.
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Kommunikationsgrenzen in der Übersetzung

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← 114 | 115 → Ioana-Narcisa Creţu (Sibiu)

Will man hinter das Geheimnis einer bestimmten Gesellschaft kommen, so muss man sich ihre unübersetzbaren Wörter ansehen.

(Salman Rushdie)

In der Übersetzung versucht man den gleichen Textinhalt in verschiedenen Sprachen auszudrücken. Um den Textinhalt als solchen abzugrenzen, muss man eine in der Übersetzungstheorie gelegentlich gemachte Unterscheidung von drei Ebenen bzw. Arten des sprachlichen Inhalts vornehmen. Für die hier unternommene Untersuchung wird die Terminologie von Coserius Textlinguistik (1994) übernommen. Nach ihm können drei Hauptarten des sprachlichen Inhalts unterschieden werden: die Bezeichnung – der Bezug auf die außersprachliche Wirklichkeit, die Bedeutung – der durch die Einzelsprache allein gegebene Inhalt und der Sinn1 – das in einem konkreten Kontext und in einer konkreten Situation mit dem Text oder einem Textfragment ‘Gemeinte’.

Die in der Übersetzung auftretenden Schwierigkeiten bei der Übertragung des Textinhalts, werden am Beispiel der flämischen Ausdrücke besprochen, die im Ulenspiegel-Roman von Charles De Coster auftreten. Die kontrastive Analyse berücksichtigt die französische Originalfassung (De Coster 1966), die deutsche (De Coster 1936) und die rumänische (De Coster 1986) Übersetzung. Bei auftretenden Unterschieden wurde auch eine neue niederländische Übertragung (De Coster 1998) berücksichtigt. Die bestehenden Fragen sind, inwieweit die Inhaltsebenen durch die Sprachverarbeitung betroffen sind und ob dadurch Kommunikationsgrenzen in der Textrezeption entstehen.

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