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Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache

Akten des 44. Linguistischen Kolloquiums 2009 in Sofia

Series:

Maria Grozeva-Minkova and Boris Naimushin

Dieser Band umfasst 56 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache, die auf dem 44. Linguistischen Kolloquium im September 2009 an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia gehalten wurden. Vortragende aus Europa, Asien und Australien behandelten unter dem Thema Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache die vielschichtigen Einflüsse der Globalisierung und der neuen Medien auf die Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Fragestellungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen Sprache und Politik, Sprache und Kultur, Sprache und Gesellschaft werden in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation und die Entwicklungstendenzen der Sprache analysiert.
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Call for Papers – eine Textsorte des (globalisierten) wissenschaftlichen Diskurses

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← 298 | 299 → Mikaela Petkova-Kessanlis (Sofia)

Wissenschaftliche Konferenzen (Tagungen, Kongresse, Kolloquien etc.) sind – nach bestimmten Regeln organisierte – kommunikative Ereignisse, die Mitgliedern der scientific community eine face-to-face-Interaktion ermöglichen. Auf wissenschaftlichen Konferenzen werden aktuelle Forschungsergebnisse und/oder Forschungsvorhaben präsentiert und diskutiert, Fachinformationen ausgetauscht, aber auch Kontakte geknüpft und gepflegt. Für das sprachliche Handeln im Rahmen kommunikativer Ereignisse dieser Art haben sich Textmuster/Textsorten herausgebildet, die als prototypisch für die mündliche wissenschaftsinterne Kommunikation anzusehen sind: der wissenschaftliche Vortrag, die sich daran anschließende Diskussion, aber auch informelle Gespräche zwischen Wissenschaftlerkollegen1. Dem Zustandekommen jeder Konferenz geht in der Regel eine arbeitsintensive Vorbereitungsphase voraus, an der die Konferenzveranstalter und die Tagungsteilnehmer beteiligt sind, jedoch – ihren Rollen entsprechend – auf unterschiedliche Art und Weise. Im Vorfeld der Konferenz werden eine Reihe von Texten produziert und rezipiert, die unterschiedlichen Textsorten angehören. Wissenschaftler z. B., die einen Vortrag halten möchten, produzieren Konferenzabstracts, mehr oder weniger ausformulierte Vortragsmanuskripte, Handouts, Powerpoint-Präsentationen u.a. Konferenzveranstalter (und ihre Mitarbeiter) produzieren Texte nach Textsorten, die sich per Konvention im Handlungsbereich der Tagungsorganisation etabliert haben. Zu nennen sind u.a.: Tagungskonzepte, Anfragen, Anträge auf Förderung, Finanzierungspläne, Pressemitteilungen, Tagungsankündigungen, Calls for Papers, Zeitpläne, Anmeldeformulare, Teilnehmerlisten, Tagungsprogramme.

Gegenstand des vorliegenden Beitrags ist eine der zuletzt aufgeführten Textsorten, „eine charakteristische Textsorte bei der Organisation von Konferenzen“ (Adamzik 2007: 41), zu der meines Wissens bis jetzt keine linguistischen Untersuchungen vorliegen – der Call for Papers 2. Es handelt sich hierbei um einen Aufruf, der sich...

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