Show Less
Restricted access

Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache

Akten des 44. Linguistischen Kolloquiums 2009 in Sofia

Series:

Edited By Maria Grozeva-Minkova and Boris Naimushin

Dieser Band umfasst 56 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache, die auf dem 44. Linguistischen Kolloquium im September 2009 an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia gehalten wurden. Vortragende aus Europa, Asien und Australien behandelten unter dem Thema Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache die vielschichtigen Einflüsse der Globalisierung und der neuen Medien auf die Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Fragestellungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen Sprache und Politik, Sprache und Kultur, Sprache und Gesellschaft werden in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation und die Entwicklungstendenzen der Sprache analysiert.
Show Summary Details
Restricted access

„Die regenbogenbunte Einheit“ in ontologischen Konzepten

Extract

← 450 | 451 → Valentina Stepanenko (Irkutsk)/Mark Bloch (Moskau)

Der russische Philosoph und Linguist N. S. Trubetzkoy untersucht das „Sprachengewirr“ als Festlegen eines natürlichen Gesetzes von nationaler Zerstückelung und der Vielfalt nationaler Sprachen und Kulturen für ewige Zeiten, gegen die die Menschheit machtlos ist (Trubetzkoy 1922). Im Bereich der Sprache führt die Wirkung des „Gesetzes der Zerstückelung“ nach Trubetzkoy nicht zu einer anarchischen Zersplitterung, sondern zu einem geordneten, harmonischen System, in dem jeder Teil seine ausgeprägte Individualität behält. Der Philosoph stellt alle Sprachen der Erde als zusammenhängendes Netz von sich gegenseitig überkreuzenden Gliedern dar, wie eine Art „regenbogenbunte Einheit“. Ein Beispiel für eine solche „regenbogenbunte Einheit“ ist die Widerspiegelung der nationalen Eigenart in ontologischen Konzepten am Beispiel der Beschreibung von Andrei Rubljows Ikone „Dreifaltigkeit“ durch bulgarische, deutsche und russische Forscher – Theologen, Kunsthistoriker und Linguisten.

Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen der ontologischen Linguistik, oder kurz Ontolinguistik, durchgeführt. Als methodologische Grundlage dienen ihr vor allem die Arbeiten bedeutender Denker, deren Grundidee die Anerkennung der Untrennbarkeit der Namen vom Sein war (Platon, Nikolaus von Kues, Locke, Schelling und Hegel, W. von Humboldt, K. Aksakov und A. Potebnja, M. Heidegger, E. Hartmann, E. Cassirer, E. Rosenstock-Huessy, P. A. Florenskij, M. A. Bulgakov, N. A. Berdjaev u.a.). Von den zeitgenössischen Vertretern dieser Richtung kann man in erster Linie auf V. I. Postovalova, V. N. Toporov, A. M. Kamčatnov, V. A. Stepanenko, D. J. Leskin und A. Ch. Sultanov...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.