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Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache

Akten des 44. Linguistischen Kolloquiums 2009 in Sofia

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Edited By Maria Grozeva-Minkova and Boris Naimushin

Dieser Band umfasst 56 Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache, die auf dem 44. Linguistischen Kolloquium im September 2009 an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia gehalten wurden. Vortragende aus Europa, Asien und Australien behandelten unter dem Thema Globalisierung, interkulturelle Kommunikation und Sprache die vielschichtigen Einflüsse der Globalisierung und der neuen Medien auf die Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Fragestellungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen Sprache und Politik, Sprache und Kultur, Sprache und Gesellschaft werden in Bezug auf die interkulturelle Kommunikation und die Entwicklungstendenzen der Sprache analysiert.
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Textlinguistik > Linguistische Diskursanalyse (LDA)/Kritische Diskursanalyse (KDA) > Erneuerte Soziolinguistik

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← 520 | 521 → Manfred Uesseler (Berlin)

Schon in den achtziger Jahren habe ich die notwendigen Beziehungen zwischen Textlinguistik und Soziolinguistik in meinen Beiträgen „Textlinguistik und Soziolinguistik“ (1985: 49ff.) und „Textlinguistik nicht ohne Soziolinguistik“ (1986: 25ff.) aufgezeigt. Nach dem folgerichtigen Schritt von der Textlinguistik zur Diskurslinguistik in den neunziger Jahren habe ich mich mit der Linguistischen Diskursanalyse (LDA) und dann vor allem mit der Kritischen Diskursanalyse (KDA) beschäftigt. Die Soziolinguistik hat allerdings immer eine zentrale Rolle gespielt (vgl. Uesseler 1982, 1986, 1987).

In der Lehre, auf Konferenzen und Kolloquien seit Ende der neunziger Jahre sowie in meinen Publikationen (2002, 2003, 2004, 2005 u. a.) habe ich meinen Standpunkt zum Ausdruck gebracht. Es gab zum Teil harte Auseinandersetzungen, besonders mit Gegnern der KDA, denn auch heute besteht noch ein beträchtliches Beharrungsvermögen und ein Verteidigen langjähriger Positionen.

Ich werde darum zunächst die vergangenen rund 30 Jahre nachvollziehen, dann aber vorrangig diesen Schritt in Hinblick und in Richtung auf eine erneuerte Soziolinguistik – wie ich sie sehe – begründen.

Die Soziolinguistik alter Prägung und Inhalte hat in der Vergangenheit eine wichtige Rolle gespielt (vgl. Uesseler 1982), das sollte nicht vergessen werden und ist von mir immer wieder gewürdigt worden. Wir müssen jedoch den veränderten Bedingungen Rechnung tragen, die sich durch die soziale Situation und damit auch in der Kommunikation (bedingt durch die Revolution in den Medienbereichen) in den letzten Jahrzehnten ergeben haben und fast täglich neue Stimuli...

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