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Identitätskonstruktionen russlanddeutscher Mennoniten im Spiegel ihrer Literatur

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Lilli Gebhard

Russlanddeutsche Mennoniten gehen in der öffentlichen Wahrnehmung in der Gruppe der Russlanddeutschen und Aussiedler auf. In ihren Selbstbeschreibungen grenzen sie sich jedoch stark von anderen ab. Ihre Besonderheiten zeigen sich in der Menge dessen, was innerhalb der Gruppe gesagt und gedacht werden kann, und finden ihren Niederschlag in ihrer Literatur. Für die Analyse dieser Identitätskonstruktionen wird der diskursanalytische Zugang mit einer Dichten Beschreibung (Clifford Geertz) verknüpft. Mit der Dichten Beschreibung der Literatur wird ein Instrument gewonnen, mit dem der Referenzrahmen bestimmt werden kann, der sich hinter der verwendeten Kollektivsymbolik verbirgt. Damit wird ein bisher unbekannter Textkorpus mit einer innovativen Methodik erstmals untersucht.
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3. Vorbereitung der Dichten Beschreibung

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3. Vorbereitung der Dichten Beschreibung

Im Folgenden wird vorgestellt, wie die hier untersuchten Kategorien ausgewählt wurden. Anschließend wird die Auswahl der literarischen Texte thematisiert. Auch wenn es sich um eine vergleichsweise überschaubare Literaturgrundlage handelt, ist dennoch nicht der gesamte Umfang der Literatur verwendet worden. Bevor dann die Dichte Beschreibung begonnen wird, erfolgt ein kurzer Einblick in die Weltanschauung russlanddeutscher Mennoniten anhand einer Skizze der Diskursstruktur. Die Beschreibung der Diskursstruktur kann eigentlich erst im Anschluss an die Dichte Beschreibung vorgenommen werden, sie wird aber in dieser Arbeit der Dichten Beschreibung vorangestellt, um dem Leser die Einordnung der folgenden Ergebnisse zu erleichtern. Auch wenn sie als Ergebnis erst im Anschluss herausgearbeitet wurde, soll sie dem Leser dieser Arbeit im Vorfeld einen erleichternden Einstieg in die Welt des Sagbaren der russlanddeutschen Mennoniten bieten.

Um eine Dichte Beschreibung anfertigen zu können, muss der Fokus auf bestimmte „Handlungen“ gerichtet werden, welche in die Literatur eingeflossen sind. Um Aussagen über die Bedeutsamkeit der beschriebenen Kategorien für die Konstruktion von Identität treffen zu können, muss die Literaturbasis breit angelegt sein. Die gesamte Literatur der russlanddeutschen Mennoniten kann unmöglich in Bezug auf alle Wissensbestände, die möglicherweise für die Untersuchung von Identitätskonstruktionen bedeutsam wären, beschrieben werden. Hilfreich wäre es, wenn es Untersuchungen gäbe, denen entnommen werden könnte, welche Begriffe für Identitätskonstruktionen bedeutsam wären. Diese müssten jedoch bereits speziell zur Gruppe der russlanddeutschen Mennoniten angefertigt worden sein,...

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