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Triangulation in der Fremdsprachenforschung

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Daniela Elsner and Britta Viebrock

Fremdsprachenlernen und Fremdsprachenunterricht sind facettenreiche Forschungsgegenstände, deren Untersuchung ein komplexes Design verlangt. Um ein multidimensionales Bild der ablaufenden Prozesse zu erhalten, werden in der fremdsprachlichen Unterrichtsforschung immer häufiger rekonstruktive und interpretative Verfahren mit standardisierten quantitativen Methoden verbunden. Methoden-, Theorie-, Daten- oder Beobachtertriangulation werden zur Überprüfung von Forschungsergebnissen sowie zur Erweiterung von Erkenntnismöglichkeiten eingesetzt. Die Beiträge in diesem Band zeigen die unterschiedlichen Dimensionen des Triangulationskonzepts, seine theoretischen Grundlagen sowie praktische Anwendungen. Sie sind im Anschluss an die zweite forschungsmethodische Sommerschule der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (DGFF) entstanden.
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“Are you good at reading?” Zur Diagnosekompetenz von Englischlehrkräften

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Laura Armbrust

Das hier beschriebene Dissertationsvorhaben untersucht empirisch die Diagnosekompetenz von Englischlehrkräften der Sekundarstufe I hinsichtlich der Fertigkeit Lesen. Grundlage der Datenerhebung bilden leitfadengestützte Experteninterviews. Der vorliegende Beitrag fokussiert insbesondere die Auswertungsmethode der Qualitativen Inhaltsanalyse. Zunächst wird über einen theoretischen Hintergrund in das Thema des Forschungsprojekts eingeführt. Hieran schließen sich Forschungsdesign sowie Erläuterungen zur Datenerhebungsphase an. Ausführlich werden im Anschluss Methode und Methodik der Zusammenfassenden Inhaltsanalyse und Inhaltlich Strukturierender Inhaltsanalyse veranschaulicht und die Vorzüge einer computerunterstützten Auswertung mithilfe von MAXQDA herausgearbeitet.

Schon in den 1990er Jahren unterstrich Ingenkamp (1991: 780) die Relevanz von Diagnosekompetenz: „Ein Bildungswesen ohne entwickelte Pädagogische Diagnostik ist ein lernunfähiges System.“ Dass sich hieran auch gut 20 Jahre später nichts geändert hat, zeigen beispielsweise Paradies et al. (2011: 10), die beklagen, dass aufgrund einer unzureichenden Diagnosekompetenz auf Seiten der Lehrkräfte Lernschwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler häufig unerkannt blieben. Die Forderung nach einer Verbesserung der Diagnosekompetenz von Lehrkräften ist spätestens seit dem unbefriedigenden Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in den (internationalen) Vergleichsstudien PISA, TIMSS, oder IGLU in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und in den Fokus bildungspolitischer Diskussionen gerückt. So wurden Hauptschullehrkräfte in PISA 2001 gebeten, sogenannte „schwache Leser“ (vgl. Hesse/Latzko 2011: 14) zu identifizieren. Die Einschätzungen der Lehrkräfte wurden anschließend mit dem tatsächlichen Abschneiden der Schülerinnen und Schüler im Bereich Lesekompetenz verglichen. Knapp 90% derjenigen...

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