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Mediation als kindgerechtes Verfahren

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Holke-Leonie Doench

Nicht zuletzt durch das Inkrafttreten des Mediationsgesetzes hat das Mediationsverfahren in Deutschland an Bedeutung gewonnen und sich als Methode zur Vermittlung in familiären Konflikten etabliert. Weitestgehend ungeklärt ist jedoch die Rolle des Kindes in der Mediation. Sollte das Kind an der Mediation beteiligt werden? Führt diese zu einer Deeskalation des elterlichen Konfliktes und fördert sie die Wahrnehmung elterlicher Verantwortung? Wie steht es um den Schutz des Kindes in der Mediation? Die Arbeit nimmt sich diesen Fragestellungen an und untersucht das Mediationsverfahren aus dem Blickwinkel des Kindeswohls. Die zentrale Frage, ob das Verfahren kindgerecht ist, wird unter Rückgriff auf empirische Daten und Praxisberichte sowie anhand der Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen beantwortet. In einem Leitfaden werden die wesentlichen Ergebnisse praxisgerecht zusammengefasst.
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§ 5 Das Mediationsverfahren als kindgerechtes Verfahren

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§ 5 Das Mediationsverfahren als kindgerechtes Verfahren

Im letzten Abschnitt wurden Kriterien herausgearbeitet, anhand derer überprüft werden kann, ob ein Verfahren kindgerecht ist. Anhand dieser soll nun untersucht werden, ob das Mediationsverfahren geeignet ist, kindgerechte Lösungen hervorzubringen und ob es so ausgestaltet ist, dass es dem Kindeswohl bestmöglich dient. Die Parameter werden hierzu unter inhaltlichen und rechtlichen Gesichtspunkten bewertet.

Um eine Grundlage für die Analyse zu bereiten, wird vorab die empirische Forschung auf diesem Gebiet in einem Überblick dargestellt. Auf die inhaltlichen Ergebnisse der Studien wird sodann im Rahmen der Überprüfung der Parameter eingegangen.

A. Empirische Nachweise

Trotz der steigenden Bekanntheit des Mediationsverfahrens in Deutschland existieren erstaunlich wenige Forschungsarbeiten oder Studien, die sich qualifiziert dem Thema Mediation und Kinder zuwenden. Nicht zu Unrecht spricht Bastine241 im Rahmen eines Vortrages im Jahre 2002 von einer „eklatanten Forschungslücke“.

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