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Laienwerbung

Kunden-werben-Kunden-Kampagnen aus wettbewerbsrechtlicher Sicht

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Steffen Burrer

Bei der Laienwerbung handelt es sich um eine Werbemethode, die fast bei jedem Unternehmen zu finden ist. Als derart verbreitetes Werbemittel hat sie auch schon früh die Beachtung der Wettbewerbsjuristen gefunden. Für den Wettbewerbsrichter bringt die Laienwerbung einige Herausforderungen mit sich, mit denen sich der Bundesgerichtshof explizit zuletzt 2006 konfrontiert sah. Sein Kunden-werben-Kunden-Urteil warf einige Fragen hinsichtlich der künftigen angemessenen wettbewerbsrechtlichen Beurteilung der Laienwerbung auf. Diesen Fragen geht die Studie nach. Das Werbemittel Laienwerbung wird zunächst aus Sicht des Marketings dargestellt, woraufhin auf die wettbewerbsrechtliche Bewertung in Rechtsprechung und Literatur eingegangen und erörtert wird, inwieweit sich unter dem neuen Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb Änderungen ergeben haben könnten.
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VIERTES KAPITEL Die Entwicklung des Meinungsstands in der Literatur

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Die Auseinandersetzung mit der Einspannung von Privatpersonen für eigene Werbezwecke im Schrifttum beginnt ebenfalls im Rahmen der Hydrasysteme, wendet sich aber im Gegensatz zur Rechtsprechung bereits vor dem zweiten Weltkrieg gemeinsam mit den außergerichtlichen Organen der Wettbewerbskontrolle der Laienwerbung als solcher zu. Diese frühen Beiträge sind in der Gesamtbetrachtung der Thematik zum einen von Interesse, als hier noch eine Kontroverse geführt wurde, die nach der Bienenhonig-Entscheidung bis zum heutigen Umbruch nicht mehr existent war, zum anderen zeigt sich daran, wie aus den ersten, von verschiedenen Blickwinkeln aus angestellten Überlegungen zur Laienwerbung sich Bedenken herauskristallisiert haben, die keinem Wandel mehr unterliegen können. Der späteren Literatur kommt sodann das Verdienst zu, die von der Rechtsprechung entwickelten Leitlinien gesammelt, kategorisiert und in gewissem Maße auch dogmatisch ausgebaut zu haben. Ihre gefestigten Bewertungskriterien bilden den Ausgangspunkt, von dem aus die Rahmenbedingungen für die Laienwerbung im aktuellen Wettbewerbsrecht festzulegen sind. Die Literatur zur Laienwerbung unter Geltung des neuen UWG zeigt dabei auf, daß es keinen Bruch in der Betrachtung der Laienwerbung gibt. Es ist daher unerläßlich sich die Gesichtspunkte der bisherigen herrschenden Meinung umfassend deutlich zu machen, um sich mit diesen im Anschluß vom Standpunkt der aktuellen wettbewerbsrechtlichen Vorgaben aus näher befassen zu können. Dieses Kapitel gibt daher einen Einblick in die Anfänge der Literatur und wendet sich dann der Darstellung der herrschenden Meinung insbesondere unter dem Aspekt, daß deren Gedanken die Grundlage für die aktuelle Beurteilung der Laienwerbung...

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