Show Less
Restricted access

Die Rechtsfigur des Amicus curiae im Kartellzivilprozess

Entwicklungen, Funktionen und Problemstellungen

Series:

Annemarie Grimm

Als Amicus curiae können sich deutsche und europäische Wettbewerbsbehörden im Gerichtsverfahren zu Wort melden. Seine prozessuale Funktion im Zivilprozess ist Gegenstand dieser Arbeit. Anhand wegweisender Entscheidungen wird hierfür seine Entwicklung aus dem frühen Common Law bis zum heutigen Antitrust Law der USA nachvollzogen. Die Gründe seiner Etablierung im deutschen und europäischen Kartellrecht und die Voraussetzungen seiner Beteiligung lassen auf seine dortige Funktion schließen. Kritisch betrachtet wird vor diesem Hintergrund die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, die eine funktionale Ausweitung des Amicus curiae bedeutet. Eine nähere Darstellung finden auch die Grenzen seiner Berücksichtigung, die das deutsche Zivilverfahrensrecht und europarechtliche Überlagerungen ziehen.
Show Summary Details
Restricted access

Vorwort

Extract



Die vorliegende Arbeit wurde im Wintersemester 2013/2014 vom Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als Dissertation angenommen. Die inhaltlichen Arbeiten waren zum Ende des Jahres 2013 abgeschlossen; dem entsprechend konnte nach diesem Zeitpunkt erschienene Literatur hier keine Berücksichtigung mehr finden.

Die Zeit der Erstellung der Dissertation war in vielerlei Hinsicht eine sehr intensive.

Von Anfang an stellte sich die Auseinandersetzung mit dem „Amicus curiae“ als deshalb besonders reizvoll dar, weil er – obwohl er mittlerweile seinen Platz im deutschen und europäischen (Kartellverfahrens-)Recht gefunden hat – nicht zu den im Fokus der juristischen Betrachtung stehenden Rechtsfiguren gehört. Zu Unrecht, denn bei näherer Betrachtung erwies er sich gerade wegen seiner Entstehung, Entwicklung und Bezüge zu ganz verschiedenen Rechtsordnungen als äußerst vielschichtiges Thema.

Die selbstbestimmte und eigenverantwortliche intensive wissenschaftliche Durchdringung einer Thematik als solche bedeutete dabei eine einzigartige Erfahrung und – trotz aller damit verbundenen Schwierigkeiten, insbesondere bei den Recherchearbeiten zum Common Law – ein besonderes Vergnügen.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.