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EDV-unterstützte Optimierung der Verwaltungssprache in Österreich am Beispiel einer einer öffentlichen Kontrolleinrichtung

Günter Fradinger

Aus ihrer Entwicklung umgibt die Verwaltungssprache eine sprachliche Normierung im Hinblick einer Allgemeinverbindlichkeit gegenüber den Adressatinnen bzw. Adressaten, wobei deren historische Kodifikation sowohl in Wörterbüchern als auch in sonstigen Aufzeichnungen niedergeschrieben wurde. Dies betrifft auch die verbindliche Einhaltung der Gendergerechten Formulierungen in der österreichischen Verwaltungssprache: Durch Umformulieren des Satzes soll die bzw. der Handelnde eindeutig in den Prüfberichten benannt werden. Diese Arbeit zeigt, inwieweit im Hinblick einer optimalen Verständlichkeit und Lesbarkeit der Verwaltungssprache und deren Texte für die Adressatinnen bzw. Adressaten diese Ziele mithilfe einer EDV-Unterstützungshilfe zu erreichen sind. Zusätzliches Infomaterial ist dem Buch auf einer CD beigefügt.
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4. Verwaltungssprache als Fachsprache aus heutiger Sicht

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Die Fachsprache der Verwaltung findet sich in Gesetzen, Verordnungen, Bescheiden, Erlässen, Kundmachungen, Antragsformularen etc. wieder.

Sie findet Anwendung in mündlicher und in schriftlicher Kommunikation sowohl bei der Berufsausübung von Juristinnen bzw. Juristen und Verwaltungsbeamtinnen bzw. Verwaltungsbeamten als auch bei den Bürgerinnen bzw. Bürgern, die ihre Behördenanbringen vortragen und darstellen wollen.

Die heikle Beschaffenheit dieser Fachsprache besteht darin, dass sie sich überwiegend nicht an die Bürgerinnen bzw. Bürger selbst, sondern an die dem Verwaltungsverfahren begründenden Rechts- und Verwaltungsakte richtet.93

Als Beispiel werden etwa Baubewilligungen nicht einer bestimmten Person erteilt, sondern lediglich dem Gegenstand bzw. der betreffenden Gesetzesstelle zugeordnet, da sie ein dingliches Recht begründen.94

Dadurch ergibt sich in der Verwaltungssprache eine in ihren Stilmerkmalen geprägte formale Sachlichkeit und Abstraktheit.95

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