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Sachverständigengutachten im Strafverfahren zur Glaubwürdigkeit und zur Schuldfähigkeit im Falle der Untersuchungsverweigerung des zu Begutachtenden

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Sandra Beckert

Glaubwürdigkeits- und Schuldfähigkeitsgutachten sind im Strafverfahren von großer Bedeutung. Sie werden zuweilen auch dann in Auftrag gegeben, wenn der zu Begutachtende die für eine Untersuchung erforderliche Einwilligung versagt. Der Sachverständige muss dann auf andere Weise vorgehen. Die Arbeit geht der Frage nach, ob es im Falle der Untersuchungsverweigerung zulässig ist, einen Sachverständigen hinzuzuziehen. Außerdem wird überprüft, welchen Wert auf diese Weise zustande gekommene Gutachten haben können. Hierbei wird sowohl die Sichtweise von Richtern als auch von Sachverständigen beleuchtet. Im Ergebnis kann es die Amtsaufklärungspflicht in Ausnahmefällen erfordern, solche Gutachten einzuholen. Dieses Ergebnis lässt sich auch aus menschenrechtlicher Sicht halten.
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Kapitel V. Zusammenfassung

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Das interdisziplinäre Problemfeld „Sachverständigengutachten im Strafverfahren zur Glaubwürdigkeit und zur Schuldfähigkeit im Falle der Untersuchungsverweigerung des zu Begutachtenden“ ist bislang – trotz dessen Bedeutung nicht nur für die Wahrheitsfindung, sondern auch für alle zu Begutachtenden – nicht nur von Seiten der Juristen eher stiefmütterlich behandelt worden. Die in dieser Arbeit vorgenommene Betrachtung hat insbesondere folgende Ergebnisse erbracht:

A. Glaubwürdigkeitsbegutachtung (trotz Untersuchungsverweigerung des zu Begutachtenden) – Ergebnisse

Um die Frage nach der Zulässigkeit und dem Wert einer Glaubwürdigkeits-begutachtung trotz Untersuchungsverweigerung des zu Begutachtenden beantworten zu können, bedarf es nicht nur einer aus nationaler, sondern auch aus menschenrechtlicher Sicht erfolgenden Untersuchung. Die Betrachtung anhand der EMRK und der Rechtsprechung des EGMR hat dabei ergeben, dass sich die aus nationaler Sicht gefundenen Ergebnisse im Wesentlichen halten lassen können.

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