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Südslawen und die deutschsprachige Kultur

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Edited By Anetta Buras-Marciniak and Marcin Golaszewski

Thema des Buches ist die gegenseitige Beeinflussung der deutschsprachigen und der südslawischen Kultur, ausgelöst durch die Migrationswelle der Südslawen in die deutschsprachigen Länder infolge des Krieges im ehemaligen Jugoslawien. Die Idee einer friedlichen Koexistenz mehrerer Nationalitäten in einem Staat sowie der Multikulturalitätsgedanke wurden durch den Krieg in Frage gestellt. Die daraufhin einsetzende Migrationswelle hat auch die Gesellschaftsstruktur der deutschsprachigen Länder gravierend beeinflusst. Im Buch wird einerseits das Kulturbild der Südslawen, das in Literatur und Kultur des deutschsprachigen Raums dokumentiert wird, andererseits das deutsche Kulturbild in der Literatur der Südslawen im 20. und 21. Jahrhundert eingehend untersucht.
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„Hier ist es auch nicht anders als anderswo“. Juli Zehs Reisebericht Die Stille ist ein Geräusch. Eine Fahrt durch Bosnien

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Universität Katowice

Juli Zeh, geboren 1974 in Bonn, gehört zurzeit zu den erfolgreichsten jungen deutschen Schriftstellern. Ihre Bücher erreichen eins nach dem anderen den Bestseller-Status, werden verfilmt, aufgeführt und in viele Sprachen übersetzt. Anerkennung findet das Werk von Zeh nicht nur bei der breiten Leserschaft. Auch die Literaturkritik geizt nicht mit Lob, was sich inzwischen an der imposanten Zahl literarischer Preise ablesen lässt. Zeh wurde ausgezeichnet u.a. mit dem Deutschen Bücherpreis (2002), dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis, dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Solothurner Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013) und zuletzt mit dem Hoffmann-von-Fallersleben-Preis (2014).

Obwohl Juli Zeh schon als Kind schriftstellerische Interessen hatte, entschied sie sich für einen echt bürgerlichen Beruf und ist Juristin geworden. Nach dem Abitur studierte sie Rechtswissenschaften in Passau und Leipzig. Ihr Studienschwerpunkt lag im Völkerrecht. Im Anschluss an das erste Staatsexamen machte sie ein Praktikum bei der UNO in New York. 2010 wurde sie an der Universität Saarbrücken zum Dr. jur. promoviert. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit dem Übergangsrecht und fragte nach der Legitimität von Rechtsvorschriften, anhand derer von der internationalen Gemeinschaft in Krisengebieten Demokratie errichtet wird. Ins Visier nahm sie dabei die UNMIK1 im Kosovo und das OHR2 in Bosnien-Herzegowina. Parallel zu ihrer juristischen Laufbahn ging Juli Zeh ihren literarischen Interessen nach und studierte von 1996 bis 2000 am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihre Abschlussarbeit – der Roman...

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