Show Less
Restricted access

Südslawen und die deutschsprachige Kultur

Series:

Anetta Buras-Marciniak and Marcin Golaszewski

Thema des Buches ist die gegenseitige Beeinflussung der deutschsprachigen und der südslawischen Kultur, ausgelöst durch die Migrationswelle der Südslawen in die deutschsprachigen Länder infolge des Krieges im ehemaligen Jugoslawien. Die Idee einer friedlichen Koexistenz mehrerer Nationalitäten in einem Staat sowie der Multikulturalitätsgedanke wurden durch den Krieg in Frage gestellt. Die daraufhin einsetzende Migrationswelle hat auch die Gesellschaftsstruktur der deutschsprachigen Länder gravierend beeinflusst. Im Buch wird einerseits das Kulturbild der Südslawen, das in Literatur und Kultur des deutschsprachigen Raums dokumentiert wird, andererseits das deutsche Kulturbild in der Literatur der Südslawen im 20. und 21. Jahrhundert eingehend untersucht.
Show Summary Details
Restricted access

Peter Handkes Serbien-Texte. Zum Engagement eines Apolitischen

Extract

← 186 | 187 → Joanna Jabłkowska

Universität Łódź

Über Peter Handkes Serbien-Texte wurde in den – vorwiegend deutschsprachigen – Medien sehr viel berichtet. Presseartikel sind so zahlreich, dass ihre bloße Erwähnung mehrere Seiten in Anspruch nehmen müsste.1 Es überwiegen kritische Stellungnahmen.2 Es muss allerdings betont werden, dass die umstrittenen ← 187 | 188 → Reiseberichte sowie Essays Handkes in Zeitungen und Zeitschriften gedruckt wurden; es werden auch Interviews mit Handke regelmäßig publiziert, so dass die Presse nicht absolut einseitig den Dichter verurteilt, sondern sich um eine objektive Perspektive bemüht.3 Es liegen wissenschaftliche Studien vor, die sowohl publizistische als auch fiktionale Werke Handkes zum Thema Serbien und Jugoslawien eingehend besprechen. Hier ist die Monographie von Lothar Struck ← 188 | 189 → als erste zu nennen.4 In der Regel gelingt es der Forschungsliteratur Objektivität zu bewahren und eine breite Kontextualisierung des Jugoslawien-Problems in Handkes Schaffen einzuschalten, was in den Medienkommentaren weder möglich noch gewollt war/ist. In diesem Zusammenhang weise ich stellvertretend nur auf einen Artikel hin, von Arno Dusini Noch einmal für Handke5 der sehr sauber und zuverlässig Handkes Serbien-Texte auf die Kriegsproblematik in seinem Schaffen bezieht: Ausgangspunkt ist Noch einmal für Thukydides.

Ich will mich auf Handkes Texte konzentrieren und Kommentare zu diesen Texten ausschließlich nur dann hinzuziehen, wenn sie unmittelbar meine Thesen unterstützen oder sie widerlegen. Ich spare fiktionale Dramen- und Prosatexte des Autors aus, die sich mit der jugoslawischen Thematik befassen, auch die Debatten um Handkes Teilnahme an...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.