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Südslawen und die deutschsprachige Kultur

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Edited By Anetta Buras-Marciniak and Marcin Golaszewski

Thema des Buches ist die gegenseitige Beeinflussung der deutschsprachigen und der südslawischen Kultur, ausgelöst durch die Migrationswelle der Südslawen in die deutschsprachigen Länder infolge des Krieges im ehemaligen Jugoslawien. Die Idee einer friedlichen Koexistenz mehrerer Nationalitäten in einem Staat sowie der Multikulturalitätsgedanke wurden durch den Krieg in Frage gestellt. Die daraufhin einsetzende Migrationswelle hat auch die Gesellschaftsstruktur der deutschsprachigen Länder gravierend beeinflusst. Im Buch wird einerseits das Kulturbild der Südslawen, das in Literatur und Kultur des deutschsprachigen Raums dokumentiert wird, andererseits das deutsche Kulturbild in der Literatur der Südslawen im 20. und 21. Jahrhundert eingehend untersucht.
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Slowenen in Deutschland früher und heute: Geschichte der Migrationen und Leben im neuen Land

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Universität Ljubljana

Im Beitrag werden Slowenen vorgestellt, die entweder zu den Emigranten der ersten Generation gehören oder bereits in Deutschland aufgewachsen sind. Vor dem Ersten Weltkrieg war es insbesondere das Inkrafttreten der Einwanderungsbeschränkung in den USA, das Deutschland für slowenische Arbeiter zum ersten europäischen Einwanderungsland machte. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben Slowenien – damals noch im Rahmen von Jugoslawien – zuerst politische Flüchtlinge verlassen, danach wanderten Migranten aus wirtschaftlichen Gründen aus. Neben den Migrationen wird auch auf das kulturelle und gesellschaftliche Leben von Slowenen in Deutschland in der Vergangenheit und Gegenwart eingegangen und beschrieben, welche Rolle dabei die Katholische Kirche, die Vereine, der Slowenischunterricht und das Internet spielen.

Aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg berichten die Quellen über slowenische Bergleute im Ruhrgebiet1 und in Westfalen. Diese Gruppe von Einwanderern hat sich bis heute vollkommen assimiliert, Gründe dafür waren gute Deutschkenntnisse, Mischehen und das Verbot der slowenischen Vereine zur Zeit des Nationalsozialismus.2

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu weiteren Migrationswellen, wobei die Menschen jeweils unterschiedliche Motive für ihre Auswanderung hatten. Während die einen als politische Flüchtlinge nach Deutschland kamen, verfolgten die anderen wiederum wirtschaftliche Ziele. Betrachtet man die jeweilige Art der Grenzüberschreitung, so lassen sie sich des Weiteren auch in legale und illegale Migrationen einteilen.

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