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Sprachvariation und Sprachreflexion in interkulturellen Kontexten

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Edited By Corinna Peschel and Kerstin Runschke

Linguistik und Sprachdidaktik müssen sich, wollen sie auf der Höhe der wissenschaftlichen Entwicklung bleiben, einiger zentraler Aspekte annehmen. Drei der wichtigsten sollen in diesem Band in ihren Zusammenhängen beleuchtet werden: Sprachvariation, Sprachreflexion und interkulturelle Kommunikation. Diese Trias eröffnet gerade in ihrem Zusammenspiel eine Fülle spannender linguistischer und didaktischer Fragestellungen. Neben der Rolle der Variation im heutigen Deutsch und den daraus folgenden didaktischen Konsequenzen werden neue Aspekte der Sprachreflexion betrachtet. In Zeiten eines immer stärker multikulturell geprägten Europa müssen – in Gesellschaft und Schule – auch Fragen der Sprachvariation und -reflexion noch stärker unter einem interkulturellen Aspekt betrachtet werden.
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Zeichen der Stadt. Interkulturelle Sprachlandschaften in urbanen Räumen

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Ernest W.B. Hess-Lüttich

Zeichen der Stadt Interkulturelle Sprachlandschaften in urbanen Räumen

The paper suggests ‘reading cities as ‘texts’ by analysing the semiotic structure of urban space and focussing on the socio-cultural implications of urban communication. At the intersection of urban studies, space studies, eco-semiotics, and urban language research, the new approach of investigating linguistic landscapes is applied to a street of a gentrified quarter in the (East-) Berlin district of Pankow for the development of a didactics of empirical field research with a special focus on multilinguialism and multiculturalism in urban communication as an indicator of socio-cultural change in urban districts.

Wer heute mit wachen Augen und offenen Ohren durch Großstädte flaniert, kann an manchen Ecken unsicher werden, in welchem Lande er oder sie sich befindet. Im Gewirr der Sprachen bieten die Menschen, Schilder und Reklametafeln in und an den Straßen keineswegs mehr immer genauere Orientierung. Man sieht Passanten aller Hautfarben vorbeiziehen, die oft den Bekleidungskonventionen (oder -vorschriften) ihrer heimischen Kulturen und Religionen folgen, der Blick fällt auf arabische, kyrillische, hebräische, chinesische und allerlei südostasiatische Schriften, und man weiß, man bewegt sich auf multikulturellem Grund. Auch deutsche Großstädte sind heute durch die Vielfalt solcher semiotisch-kommunikativen Strukturen geprägt. Kein Tag vergeht in den Medien, an denen nicht das internationale ‚Flair’ der Metropolen emphatisch besungen wird und gleichzeitig die ethnischen Minderheiten als fremde ‚Fluten’ und ihre Quartiere als ‚Problemzonen’ bedrohlich ins Bild rücken. In...

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