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Sprachvariation und Sprachreflexion in interkulturellen Kontexten

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Edited By Corinna Peschel and Kerstin Runschke

Linguistik und Sprachdidaktik müssen sich, wollen sie auf der Höhe der wissenschaftlichen Entwicklung bleiben, einiger zentraler Aspekte annehmen. Drei der wichtigsten sollen in diesem Band in ihren Zusammenhängen beleuchtet werden: Sprachvariation, Sprachreflexion und interkulturelle Kommunikation. Diese Trias eröffnet gerade in ihrem Zusammenspiel eine Fülle spannender linguistischer und didaktischer Fragestellungen. Neben der Rolle der Variation im heutigen Deutsch und den daraus folgenden didaktischen Konsequenzen werden neue Aspekte der Sprachreflexion betrachtet. In Zeiten eines immer stärker multikulturell geprägten Europa müssen – in Gesellschaft und Schule – auch Fragen der Sprachvariation und -reflexion noch stärker unter einem interkulturellen Aspekt betrachtet werden.
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Sprachvariation als Sprachwandel im DaF-Unterricht oder Der Korrektiv- bzw. Restriktivsatz nach wobei im geschriebenen Standarddeutsch

Abstract

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In German wobei is amongst others a relative pronomial adverb that introduces subclauses. It can furthermore be used as a concessive conjunction displaying also a subordinate clause order with the conjugated verb at the end (verb last). On the basis of research results in the last two decades wobei has undergone a functional expansion, especially in spoken language. In fact, together with its traditional role, it can also have a corrective function, as it can partially or entirely correct the assertion in the main clause from which it depends. This correction displays now a different word order: in a corrective wobei clause the verb is no longer in the last position but it moves to the second place (verb second). In this paper I will show, that this corrective function of wobei is not limited to spoken language, but can be found in written standard German as well.

In der DUDEN-Grammatik online wird bei der Bestimmung der Wortart von wobei neben dessen interrogativer („wobei ist die Vase denn entzweigegangen?“), relativischer („es gibt nichts, wobei er mehr Spaß hat“) und norddeutscher umgangssprachlicher Bedeutung, bei der es „in bestimmten Verwendungen in getrennter Stellung“ gebraucht wird („das ist etwas, wo ich nichts bei finde“), dessen 4. und letzte Bedeutung mit „allerdings, andererseits“ umschrieben, grammatikalisch „nur in einleitender Satzstellung“ verortet, dessen Gebrauch als „umgangssprachlich“ eingestuft und mit dem Beispiel „wobei: das könnte sehr teuer werden“ exemplifiziert.1 Zwei Aspekte fallen dabei ins Auge: Zum einen ← 87 | 88 → die typographische Pausenmarkierung...

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