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Sprachvariation und Sprachreflexion in interkulturellen Kontexten

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Edited By Corinna Peschel and Kerstin Runschke

Linguistik und Sprachdidaktik müssen sich, wollen sie auf der Höhe der wissenschaftlichen Entwicklung bleiben, einiger zentraler Aspekte annehmen. Drei der wichtigsten sollen in diesem Band in ihren Zusammenhängen beleuchtet werden: Sprachvariation, Sprachreflexion und interkulturelle Kommunikation. Diese Trias eröffnet gerade in ihrem Zusammenspiel eine Fülle spannender linguistischer und didaktischer Fragestellungen. Neben der Rolle der Variation im heutigen Deutsch und den daraus folgenden didaktischen Konsequenzen werden neue Aspekte der Sprachreflexion betrachtet. In Zeiten eines immer stärker multikulturell geprägten Europa müssen – in Gesellschaft und Schule – auch Fragen der Sprachvariation und -reflexion noch stärker unter einem interkulturellen Aspekt betrachtet werden.
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Reflexion über Sprache – ein leider immer noch einzulösendes Programm der Sprachdidaktik

Abstract

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The concept of ‘Reflexion über Sprache’ has not received a really systematic treatment for the past 40 years, very similar to the ‘language awareness’ approache(s). Up to now there have only been singular bridgings between the conventional teaching of grammar and an explanation of the patterns of language use, as the current ways of describing grammar in schools are only partly suitable for explaining the functions of language devices. This applies to competence-oriented grammar teaching accordingly.

On the basis of a pupil’s text as an example it will be argued that knowledge about language can be used for assessing and revising formulations in texts if functional-pragmatic categories are applied. The author therefore suggests to reconceptualize the way of teaching grammar and take learners’ needs, which need to be empirically carved out first, as the consequent starting point. In that way ‘Reflexion über Sprache’ could be systematically developed and be made beneficial for language use.

Den Ausgangspunkt für die Einführung des Ausdrucks ‚Reflexion über Sprache’ in den Hessischen Richtlinien 1972 bildete – zumindest auch – die Crux des Grammatikunterrichts. Seit Jahrzehnten wird bis heute über die mangelnde Anwendbarkeit und Nachhaltigkeit seiner Inhalte diskutiert. Der ‚Programmwechsel’ sollte ermöglichen, das Nachdenken über Sprache an sprachliches Handeln anzubinden und dadurch die Sinnhaftigkeit von Sprachreflexion zu erhöhen. Funke (2001) hebt hervor, dass dies keineswegs eine Idee der LehrplanautorInnen gewesen sei, sondern dass es sich dabei um eine internationale Erscheinung handelt (vgl. réflexion sur la langue,...

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