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Führungsaufsicht

Die Entwicklung und Ausgestaltung des Instituts der Führungsaufsicht auch im Hinblick auf die einzelnen Bundesländer sowie die Darstellung und Bewertung der Übergangskonzepte zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern

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Daniela Ruderich

Der Umgang mit (Sexual-)Straftätern nach ihrer Entlassung ist seit langem Gegenstand öffentlicher Debatten. Die Arbeit stellt das Institut der Führungsaufsicht umfassend dar. Neben den allgemeinen Grundlagen werden die wesentlichen Neuerungen und Änderungen durch die Reform von 2007 und das Gesetz von 2010 dargelegt, bewertet und Verbesserungen vorgeschlagen. Ferner wird anhand einer eigenen statistischen Erhebung die Entwicklung der Führungsaufsicht in der BRD und den einzelnen Bundesländern untersucht. Abschließend erfolgt eine Zusammenstellung und Bewertung aller Übergangskonzepte zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern, die Prüfung ihrer Notwendigkeit und der Rechtmäßigkeit als Ergänzung bundesrechtlicher Regelungen sowie das Aufzeigen von Optimierungsmöglichkeiten.
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Erster Teil: Entstehung der Führungsaufsicht

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Ob das Institut der Führungsaufsicht eine crux des Strafrechts zu lösen vermag, ist eine Frage, die im Laufe der Untersuchung geklärt werden muss. Die Antwort hierauf ist aber nicht nur in der Betrachtung der Ausgestaltung der Führungsaufsicht im Allgemeinen und speziell im jeweiligen Bundesland zu finden, sondern auch in ihrer Entwicklung. Insbesondere für das Verständnis der Reformentwicklung sind die rechtshistorischen Wurzeln bedeutsam, die, obwohl es sich bei der Führungsaufsicht um ein Rechtsinstitut des 20. Jahrhunderts handelt, bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Bis zu der Entstehung der Gesetzesnorm folgte ein jahrelanger Entwicklungsprozess. Seither musste die Führungsaufsicht in ihrer bislang über 30-jährigen Existenz einige Veränderungen erfahren.

A. Vorgänger der Führungsaufsicht im 18. Jahrhundert

Vorläufer und Ansätze des heutigen Instituts der Führungsaufsicht galten bereits Mitte des 18. Jahrhunderts als allgemein bekannt. Dies gilt sofern, dass man von dem Zweck des Schutzes und der Sicherung der Gemeinschaft sowie der Hilfe für den Rechtsverbrecher, ein ehrliches Leben nach Verbüßung der Strafe zu führen, ausgeht.15

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