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Führungsaufsicht

Die Entwicklung und Ausgestaltung des Instituts der Führungsaufsicht auch im Hinblick auf die einzelnen Bundesländer sowie die Darstellung und Bewertung der Übergangskonzepte zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern

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Daniela Ruderich

Der Umgang mit (Sexual-)Straftätern nach ihrer Entlassung ist seit langem Gegenstand öffentlicher Debatten. Die Arbeit stellt das Institut der Führungsaufsicht umfassend dar. Neben den allgemeinen Grundlagen werden die wesentlichen Neuerungen und Änderungen durch die Reform von 2007 und das Gesetz von 2010 dargelegt, bewertet und Verbesserungen vorgeschlagen. Ferner wird anhand einer eigenen statistischen Erhebung die Entwicklung der Führungsaufsicht in der BRD und den einzelnen Bundesländern untersucht. Abschließend erfolgt eine Zusammenstellung und Bewertung aller Übergangskonzepte zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern, die Prüfung ihrer Notwendigkeit und der Rechtmäßigkeit als Ergänzung bundesrechtlicher Regelungen sowie das Aufzeigen von Optimierungsmöglichkeiten.
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G. Zuständigkeit und Tätigkeit der beteiligten Organe

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§ 68a StGB behandelt die Organe, die für die Durchführung der Führungsaufsicht zuständig sind, ihre rechtliche Stellung, ihren Tätigkeitsbereich und ihr Verhältnis zueinander, wobei § 68a StGB für sämtliche Anwendungsmöglichkeiten der Führungsaufsicht gilt.

Beachtliche Neuerungen durch die Reform 2007 lassen sich auch in diesem Bereich finden. Die wohl Stärkste, ist die Erhöhung der Anzahl der Organe von drei auf vier. Vor der Reform waren die Aufsichtsstelle, der Bewährungshelfer und das Gericht mit der Durchführung betraut. Die Reform fügte die forensische Ambulanz als weiteres Organ hinzu. Die Prämisse hierbei ist, dass die Behandlung der Straffälligen mit den Zielen der Resozialisierung der verurteilten Personen und der Minderung der Gefahren für die Allgemeinheit nur erfüllt werden kann, wenn alle Beteiligten einheitlich vertrauensvoll und unbürokratisch zusammenwirken.605 Aufgrund des recht ungleichen Täterkreises, den die Führungsaufsicht umfasst und der damit verbundenen unterschiedlichen Funktionserfüllung, müssen die Organe neben der Pflicht zur Kooperation auch flexibel auf den Einzelfall eingehen und die Einwirkungsmöglichkeiten diesem entsprechend anpassen, denn nur auf diese Weise kann das komplizierte Gefüge des § 68a StGB funktionieren.606 ← 126 | 127 →

I. Führungsaufsichtsstelle

1. Zwingende Unterstellung

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