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Steuerplanung mit EU-Holdinggesellschaften für Drittstaaten-Investoren

Steuerwirkungen, Länderanalysen, steuerpolitische Handlungsempfehlungen

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Torben Petersen

Der Einsatz von Zwischenholdinggesellschaften innerhalb der EU ermöglicht Investoren aus Drittstaaten die Entwicklung steuerlich optimaler Konzernstrukturen. Die Identifizierung des passenden Holdingstandorts erweist sich dabei als komplexe Herausforderung. Ausgehend von den Steuerwirkungen einer Holdinggesellschaft zeigt die Arbeit auf Basis von Standortanalysen, dass die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten grundsätzlich als Holdingstandorte in Frage kommt. Auf dieser Grundlage sowie der Anleitung zur Gestaltungssuche wird der Steuerpflichtige in die Lage versetzt, den individuell passenden Holdingstandort zu finden. Für die Politik ergeben sich aus dem Wissen über die Ausprägung holdingrelevanter Standorteigenschaften und deren Auswirkungen steuerpolitische Handlungsempfehlungen.
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Kapitel 1: Grundlegung

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Die vorliegende Arbeit untersucht die Steuerplanung1 mit EU-Zwischenholdinggesellschaften, deren oberster Anteilseigner eine Kapitalgesellschaft2 außerhalb der Europäischen Union (im Folgenden: EU) ist. Der Fokus liegt auf der Wahl des geeigneten Holdingstandorts. Dieser Teilbereich der Steuerplanung ist besonders geeignet, die Erfüllung der vom Kapitalmarkt geforderten Renditeziele zu unterstützen.3

Holdinggesellschaften sind seit mehreren Dekaden ein beliebtes Instrument, um (steuer-)optimale Konzernstrukturen4 herbeizuführen.5 Aufgrund der unterschiedlichen Funktionen, die durch Holdinggesellschaften wahrgenommen werden,6 ist ← 1 | 2 → der Begriff der Holdinggesellschaft sowie ein abgegrenztes Betätigungsfeld in der Literatur nicht abschließend definiert.7

Hilfsweise wird daher eine Holdinggesellschaft im Sinne der vorliegenden Arbeit – in Anlehnung an die Begriffsdefinition von Keller8 – als Unternehmung in Form einer Kapitalgesellschaft definiert, deren betrieblicher Hauptzweck in einer auf Dauer angelegten Beteiligung an einer oder mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmung(en) liegt.9

Die Motivation für die Implementierung einer Holdinggesellschaft kann in eine betriebswirtschaftliche10 und eine steuerliche Sphäre eingeteilt werden.11 Kern dieser Arbeit ist die Untersuchung der steuerlichen Chancen und Risiken ← 2 | 3 → beim Einsatz einer EU-Holdinggesellschaft (im Folgenden: Euro-Holding12). Eine Euro-Holding ist stets in einem EU-Mitgliedstaat domiziliert.

Der Einsatz einer Zwischenholding kann die Chance eröffnen, den relativen Steuerbarwert13 sowie die effective tax rate14 (im Folgenden: ETR) innerhalb eines Unternehmensverbundes15 zu minimieren, indem Steuermehrbelastungen vermieden und Steuerminderbelastungen genutzt werden. Dabei ist die Zwischenholding eine abhängige und/oder in Mehrheitsbesitz stehende Untergesellschaft, die ebenfalls an weiteren Gesellschaften beteiligt ist.16 Die Euro-Holdings im nachfolgenden Untersuchungsaufbau sind stets Zwischenholdings...

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