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Steuerplanung mit EU-Holdinggesellschaften für Drittstaaten-Investoren

Steuerwirkungen, Länderanalysen, steuerpolitische Handlungsempfehlungen

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Torben Petersen

Der Einsatz von Zwischenholdinggesellschaften innerhalb der EU ermöglicht Investoren aus Drittstaaten die Entwicklung steuerlich optimaler Konzernstrukturen. Die Identifizierung des passenden Holdingstandorts erweist sich dabei als komplexe Herausforderung. Ausgehend von den Steuerwirkungen einer Holdinggesellschaft zeigt die Arbeit auf Basis von Standortanalysen, dass die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten grundsätzlich als Holdingstandorte in Frage kommt. Auf dieser Grundlage sowie der Anleitung zur Gestaltungssuche wird der Steuerpflichtige in die Lage versetzt, den individuell passenden Holdingstandort zu finden. Für die Politik ergeben sich aus dem Wissen über die Ausprägung holdingrelevanter Standorteigenschaften und deren Auswirkungen steuerpolitische Handlungsempfehlungen.
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Kapitel 6: Zusammenfassung und Ausblick

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Die Steuerplanung eines Drittstaaten-Investors unter Einsatz einer gemischt tätigen Euro-Holding bedarf ausgeprägter Kenntnisse europäischer Steuerrechtsordnungen. Insbesondere die richtige Standortwahl entscheidet über den Erfolg aller steuerplanerischen Bemühungen. Die landesspezifischen Ausprägungen der Merkmale „Behandlung von Beteiligungsgewinnen und -verlusten (periodisch/aperiodisch)“, „Abzugsfähigkeit von Beteiligungsaufwand“, „Verzicht auf Quellensteuern“, „Vorhandensein einer Gruppenbesteuerung“, „Verzicht auf Anti-Missbrauchsvorschriften“ und ein umfassendes DBA-Netzwerk sind bei der Standortwahl ausschlaggebend.

Die Analyse der derzeit 27 EU-Mitgliedstaaten ergibt eine grundsätzliche Eignung von 18 Mitgliedstaaten als Holdingstandort. In diesen Ländern wird das Minimalerfordernis einer umfassenden steuerlichen Freistellung von Beteiligungserträgen eingehalten, wodurch die wirtschaftliche Doppelbesteuerung weitgehend vermieden wird.

Die aus der Analyse hervorgegangenen Länderprofile mit ihrer Beschreibung der wesentlichen Standortmerkmale bilden darüber hinaus das Fundament für die steuerliche Gestaltungssuche. Auf den Suchprozess wirkt die Typisierung der Drittstaaten-Investoren (Freistellungs-/Anrechnungsland; umfassendes DBA-Netzwerk) effizienzsteigernd, da hierdurch bereits zu Beginn der Planungsphase die in Frage kommenden Gestaltungsmittel identifiziert werden.

Die Operationalisierung der Standortauswahl wird durch die Nutzung der holdingspezifischen balanced scorecard und die Verwendung von Gestaltungsmodulen erleichtert. Realistische Gestaltungsbeispiele auf Grundlage der Länderprofile und Gestaltungsmittel verifizieren die Eignung der Arbeitsergebnisse zur Erstellung eigener Steuergestaltungen.

Unter Verwendung des objektiven Nettoprinzips als Bewertungsmaßstab offenbart sich aus dem weiten Anwendungsbereich der Anti-Missbrauchsvorschriften in den EU-Mitgliedstaaten die Gefahr einer Überbesteuerung des Steuerpflichtigen. Der Blick in die einzelnen Steuerrechtsordnungen zeigt, dass innerhalb der EU eine erhebliche Anzahl von Anti-Missbrauchsbestimmungen zum Einsatz kommt, deren Anwendungsbereich auch nicht-steuerlich motivierte Sachverhalte erfasst. Lediglich Irland und...

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