Show Less
Restricted access

Frauen, Männer und alte Menschen in der Anzeigenwerbung

Die sprachliche Repräsentation sozialer Gruppen in deutschen und US-amerikanischen Zeitschriften

Series:

Heidi E. Lenk

Anhand einer empirisch-korpusbasierten Untersuchung analysiert die Autorin die sprachliche Darstellung von Frauen, Männern und alten Menschen in der Anzeigenwerbung im gesellschaftlichen Kontext des beginnenden 21. Jahrhunderts. Berücksichtigt werden die Variablen Alter, soziales Geschlecht und Kulturkreis. Ein Korpus von US-amerikanischen und deutschen Zeitschriftenwerbeanzeigen wird mittels einer kontrastiven Inhaltsanalyse daraufhin untersucht, wie verschiedene soziale Gruppen im Vergleich sprachlich repräsentiert werden. Die Arbeit ist an der Schnittstelle verschiedener Teilgebiete der Linguistik angesiedelt: den linguistischen Genderstudien, der Gerontolinguistik, der Semiotik sowie der kritischen Diskursanalyse.
Show Summary Details
Restricted access

6. Das Korpus deutscher und amerikanischer Zeitschriftenwerbungen der vorliegenden Untersuchung: Projektplanung und Auswahl des Untersuchungsmaterials

Extract



Untersucht werden sollen Anzeigen in Zeitschriften. Da Werbeanzeigen einen Werbeträger benötigen und mit diesem in wechselseitiger Verbindung stehen, interessiert bei der Erstellung des Korpus’ zunächst einmal der Werbeträger, also die Zeitschrift. Aus deren Profil lässt sich bereits einiges über die mutmaßlich darin enthaltene Werbung sagen, denn die Werbung in Zeitschriften orientiert sich stark an den redaktionellen Inhalten und der intendierten Zielleserschaft der Zeitschrift. Es ist also anzunehmen, dass eine Frauenzeitschrift überproportional viel Werbung enthält, die sich vom Produkt und der Ausführung her speziell an Frauen richtet.

Die Grundgesamtheit für die vorliegende Untersuchung sind deutsche und amerikanische Publikumszeitschriften. Da die beiden Interessensschwerpunkte der Untersuchung – neben dem des kulturellen Vergleichs – die Faktoren ‚Gender’ und ‚Alter’ sind, wurden zum einen für jedes Land jeweils eine Frauen- und eine Männerzeitschrift ausgewählt. Um dem Interessensschwerpunkt des ‚höheren’ Alters nachzukommen, wurde für jedes Land eine Zeitschrift für diese Zielgruppe gesucht. Drei amerikanische und drei deutsche Zeitschriftentitel lieferten also das Material des für den Empirieteil benötigten Anzeigenkorpus’.

Die Zeitschriften selbst wurden so ausgewählt, dass sich insgesamt drei Zeitschriftenpaare ergeben, was bedeutet, dass jeweils ein deutscher und ein amerikanischer Zeitschriftentitel hinsichtlich Zielleserschaft und Zeitschriftenkonzept (Profil, Erscheinungsfrequenz etc.) in gewisser Weise miteinander vergleichbar sind. Somit soll der andere große Vergleichspunkt, der des Kulturkreises, gewährleistet sein.

Die deutschen Zeitschriften sind (jeweils von 2002-2007) Brigitte, die deutsche Ausgabe von GQ Gentlemen’s Quarterly und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.