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Weiterbildungsbeteiligung im Trend

Die Teilnahme von Akademiker_innen an beruflicher Weiterbildung im Zeitverlauf – 1991 bis 2010

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Sarah Widany

Je höher das Bildungsniveau desto wahrscheinlicher die Teilnahme an Weiterbildung. Nach diesem bekannten Zusammenhang zeigen Akademiker_innen eine überdurchschnittlich hohe Weiterbildungsaktivität. Vor dem Hintergrund einer stetig zunehmenden Bedeutung akademischer Qualifikationen untersucht die Studie die berufliche Weiterbildungsbeteiligung Hochqualifizierter und identifiziert Einflussfaktoren der Teilnahme jenseits des Qualifikationsniveaus. Auf der Grundlage der Erhebungen des Berichtssystems Weiterbildung (BSW) und des Adult Education Survey (AES) zeigen sich in der Trendanalyse für den Zeitraum 1991 bis 2010 relativ stabile Teilnahmestrukturen. Diese werden vor allem durch Faktoren des Erwerbskontextes und des akademischen Arbeitsmarktes geprägt.
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Vorwort der Reihenherausgeber

Vorwort der Reihenherausgeber

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Die sogenannte Hildesheim-, die Göttinger und die Oldenburg-Studie von Wolfgang Schulenberg, Willy Strzelewicz und Hans-Dietrich Rappke werden in methodischer Hinsicht als drei klassische Leitstudien der Weiterbildungsforschung bezeichnet. Mit elaborierten und mehrstufigen Forschungsdesigns wurden von den 1950er bis in die 1970er Jahre hinein strukturelle Zusammenhänge zwischen Partizipation und verschiedenen Faktoren wie Schichtzugehörigkeit, Geschlecht, Bildungsniveau, Einstellungen oder der Motivation herausgearbeitet. Insbesondere Wolfgang Schulenberg hat aber auch engagiert die Ergebnisse in die bildungspolitische Diskussionen und Strukturbildungen hineingetragen. Dies beförderte eine Entwicklung, die u.a. bereits 1970 in Niedersachsen zum ersten substanziellen Erwachsenenbildungsgesetz Deutschlands führte. Zu der Novellierung dieses Gesetzes trug er in der Folge durch ein gemeinsames Gutachten u.a. mit Franz Pöggeler und bei. Viele weitere Forschungsaktivitäten und weiteres bildungspolitisches Engagement müssten hier genannt werden.

Es ist uns als Reihenherausgeber ein Anliegen, an diese Traditionslinien mit dem erstmals vergebenen Wolfgang-Schulenberg-Preis zu erinnern. Dies gilt sowohl für das Engagement in der Forschung als auch für engagierte Beiträge zu einer Bildungspolitik, die über kurzfristige Projekt- und Programmzusammenhänge hinaus Strukturen schafft, die Lernenden und Anbietern Verlässlichkeit und Kontinuität bei der Bildungspartizipation als Rahmungen und Grundlagen für freie Teilnahmeentscheidungen zur Verfügung stellt. Dies ist gestern wie heute weiterhin aktuell und notwendig. Wir freuen uns sehr, dass der Niedersächsische Bund für freie Erwachsenenbildung unsere Initiative für die Ausschreibung dieses Preises ideell und finanziell bereitwillig unterstützt. Wir werten dies als ein gutes Beispiel dafür, dass Wissenschaft und...

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