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Rechnungslegungsinformationen zu Verbriefungen im Umfeld der Finanzmarktkrise

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Sebastian Erb

Diese Arbeit wurde mit dem Münchener Forschungspreis für Wirtschaftsprüfung 2014 ausgezeichnet.

In Folge der Finanzmarktkrise wurde häufig die mangelnde Transparenz von Angaben zu Verbriefungen kritisiert. Diese Kritik bildet den Ausgangspunkt der Analyse. Der Autor untersucht, welchen Angabepflichten Unternehmen im Zeitraum vor, während und nach der Finanzmarktkrise unterlagen und welche Anreize bestanden, freiwillig Informationen zu Verbriefungen bereitzustellen. Anknüpfend an eine kritische Bestandsaufnahme bisheriger empirischer Befunde erfolgt eine tiefgehende Inhaltsanalyse der Geschäftsberichte der größten Banken der EU. Die Ergebnisse zeigen detailliert, wie Banken über Verbriefungen berichtet haben, und erlauben eine Einschätzung der geäußerten Kritik an der Transparenz der Angaben.
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Verbriefungen von Forderungen und Wertpapieren und deren Handel waren ein kritisches Element bei Auslösung und Bewältigung der Finanzmarktkrise, die spätestens im September 2008 durch den Zusammenbruch von Lehman Brothers erkennbar wurde. Der in diesem Zusammenhang entstehenden Frage, was außenstehende Dritte eines in Verbriefungsaktivitäten befindlichen Unternehmens über Verbriefungsmaßnahmen in dessen Rechnungslegung haben erkennen können, ist das Problem des Verfassers der vorliegenden Arbeit. Herr Dr. Erb analysiert den Informationsausweis zu Verbriefungen aus regulatorischer, ökonomischer und empirischer Sicht und untersucht das tatsächliche Informationsverhalten der zehn größten Banken in der EU vor, während und nach der Finanzmarktkrise, d.h. in deren Geschäftsberichten der Jahre 2005 bis 2010. Sämtliche Banken bilanzieren nach IFRS. Aufgrund der Suche mithilfe von 67 Stichwortvarianten werden 2 399 Seiten zu Verbriefungsangaben identifiziert, die mit 14 967 Kodiereinheiten erfasst werden. Der Datenauswertung werden Hypothesen vorangestellt, die unter anderem auf Modellen zur freiwilligen Publizität beruhen.

Der Verfasser zeigt, dass sich Umfang und Qualität der Angaben zu Verbriefungen seit der Finanzmarktkrise erhöht haben. Dies gilt auf Branchen- wie auf Unternehmensebene. Da es jedoch nur wenige Gemeinsamkeiten im Informationsverhalten der Banken gibt, lässt sich kein Herdenverhalten feststellen. Der Anteil quantitativer Angaben zu negativen Sachverhalten war nicht geringer, sondern größer als der Anteil der Angaben zu positiven Sachverhalten. Der Ort der Angabe wechselt im Laufe der Jahre und zwischen den Banken. Uneinheitlich sind die Resultate zum Verhältnis von qualitativen zu quantitativen Angaben. Der zu erwartende Hinweis...

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