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Literarisch-ästhetisches Lernen im Fremdsprachenunterricht

Theorie – Empirie – Unterrichtsperspektiven

Series:

Lutz Küster, Christiane Lütge and Katharina Wieland

Der Band befasst sich mit dem Stellenwert literarisch-ästhetischen Lernens im kompetenzorientierten Fremdsprachenunterricht. Kann literarisch-ästhetisches Lernen einen eigenen Bildungswert und einen Platz in schulischen Curricula beanspruchen? Dieser Frage widmen sich – in zumeist affirmativer Weise – die Beiträge dieses Buches. Sie richten den Blick auf die Spezifik literarisch-ästhetischen Lernens generell, auf das didaktische Potenzial einzelner Genres und Gegenstände sowie auf unterrichtsmethodische Aspekte. Darüber hinaus liefert der Band auf der Basis empirischer Erhebungen auch Einblicke in Lernerhaltungen und Lernprozesse im genannten Feld.
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Einleitung

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In bildungspolitischen Diskussionen und in der fachdidaktischen Forschung der letzten Jahre fällt auf, dass Themen rund um literarische und ästhetische Kompetenzen und Bildungsziele eine neue Aktualität gewinnen. Die enttäuschenden Ergebnisse deutscher Schüler in der ersten PISA-Studie hatten zwar zur Folge, dass Fragen rund um das Lesen von Texten intensiv verhandelt wurden, die Spezifik literarischen Lesens kam dabei jedoch zunächst nicht zur Geltung. Als reformleitend erwies sich vielmehr ein auf Informationsentnahme verkürztes Verständnis von Literalität. Dies allerdings zog in der Folge Kritik auf sich und führte dazu, literaturdidaktisch relevante Fragestellungen neu zu akzentuieren und dabei den Bildungsbegriff selbst ins Zentrum der Betrachtung zu stellen.

Seitdem die von der Kultusministerkonferenz verabschiedeten Bildungsstandards und die Grundlagendokumente 2003 publiziert wurden, ist die Diskussion um Kompetenzen und Standardisierung, um Output-Orientierung und Evaluation von Unterricht an verschiedenen Fronten leidenschaftlich und z. T. sehr kontrovers geführt worden. Literaturdidaktisch relevante Bildungsziele werden dabei regelrecht zum Kristallisationspunkt einer weitergehenden Auseinandersetzung mit dem Bildungsbegriff, die sich regelmäßig u. a. an methodologischen Herausforderungen der empirischen Erforschung literarischen Lernens entzündet, an der Modellierung der damit verbundenen Kompetenzen und nicht zuletzt an ihrer Überprüfbarkeit.

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