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Mittelalterliche Bibelhandschriften am Niederrhein

Gerhard Karpp

Das Buch führt am Beispiel der Düsseldorfer Bibelhandschriften des 9. bis 15. Jahrhunderts, die aus Klöstern und Stiften am Niederrhein stammen, in die handschriftliche Überlieferung der Bibel im Mittelalter ein. Eine Besonderheit dabei ist, dass diese 18 Handschriften zweifach beschrieben werden: im I. Teil allgemeinverständlich für Interessierte und Freunde des alten Buches, versehen mit historischen und handschriftenkundlichen Erläuterungen und einigen Beigaben; im II. Teil als Quellen für Wissenschaftler zahlreicher Fachgebiete und methodisch nach den international anerkannten Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Aufschlussreich ist das Lesen beider Beschreibungen derselben Handschrift, um die Methoden kennenzulernen, die zu den Ergebnissen moderner wissenschaftlicher Handschriftenforschung führen. Das Buch kann auch als eine Art Einführung in die mittelalterliche Handschriftenkunde gelten. Auf Bildmaterial wird verwiesen.
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4. Ordnen und erschließen, pflegen und restaurieren, benutzen und beraten, präsentieren und ausstellen: Bibliothekarische Arbeiten mit den mittelalterlichen Handschriften

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Im Oktober 1970 übernahm das Land Nordrhein-Westfalen von der Stadt Düsseldorf die Bestände ihrer gleichzeitig aufgelösten „Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf“ für die Bibliothek der dort 1965 neu gegründeten Universität.10 Doch verblieben die Sammlungen der Handschriften und der Inkunabeln bei der Stadt, und sie wurden dort zunächst vom Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf verwaltet. Im städtischen Heine-Institut, das selbst die Sammlung der handschriftlichen Nachlässe, das Heine-Archiv, die Autographensammlung sowie die Akten erhielt, verblieben später auch etwa 70 neuzeitliche Manuskripte der Handschriftensammlung.

Doch wuchs im Laufe der folgenden Jahre allgemein die Erkenntnis, dass die annähernd 390 mittelalterlichen Handschriften und die 980 Inkunabeln (nicht selten mehrere in einem Sammelband) für die Wissenschaft erst wirklich ihren Wert erhalten, wenn sie durch entsprechende Kataloge erschlossen sind und für die Fachwelt besser benutzbar werden. Dazu sollten sie auch in Verbindung mit dem gewachsenen Bibliotheksbestand bleiben, der neben der erforderlichen Sekundärliteratur, den Textausgaben, Nachschlagewerken, Zeitschriften usw. die zahlreichen neuzeitlichen Drucke eben dieser klösterlichen Provenienzen enthält. So kam es schließlich zu einem Vertrag (Dezember 1976 bzw. März 1977), dem die Übergabe der mittelalterlichen Handschriften und Inkunabeln an die Universitätsbibliothek als Dauerleihgabe am 23. März 1977 folgte.

Die Universität hatte sich bereits darauf vorbereitet: Für den Neubau ihrer Zentralbibliothek waren die erforderlichen Räume im 1. Obergeschoss durch Genehmigung des Raumprogramms im Januar 1972 bereits eingeplant und nach Grundsteinlegung im Dezember 1975 und Richtfest...

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