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Sartre

Eine permanente Provokation- Une provocation permanente- A Permanent Provocation

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Alfred Betschart, Manuela Hackel, Marie Minot and Vincent von Wroblewsky

Die deutsche Sartre-Gesellschaft feierte 2013 ihr zwanzigjähriges Bestehen als ordentlich eingetragener, gemeinnützig anerkannter Verein und lud Sartre-Forscher und -Interessierte dazu ein, ihre aktuellen Ergebnisse und Überlegungen vorzustellen. In deutscher Übersetzung erscheint in diesem Band auch Sartres Rede «Die Wasserstoffbombe – Eine Waffe gegen die Geschichte» (1954). Möge Sartre eine Provokation bleiben, im etymologischen Sinne des provocare hervorrufen, herausfordern, oder, in seine Sprache übersetzt, ein Appell, ein Appell an die Freiheit – des Anderen, des Lesers, des Zeitgenossen und auch, wie dieser Band zu belegen hofft, an die Freiheit der Nachgeborenen. Ein Appell, der Zustimmung, auch Ablehnung, seltener jedoch Gleichgültigkeit hervorruft.
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Der Anlass zu diesem Band ist das zwanzigjährige Bestehen der Sartre Gesellschaft in Deutschland als ordentlich eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein. Die erreichte „Zeit der Reife“ motivierte uns zu einer Ausschreibung ohne thematische Vorgabe, jedoch mit der Auslobung eines Preisträgers. Zwischen mehreren preiswürdigen Texten entschied sich die Jury – mit den Herausgebern identisch – schließlich für den Aufsatz von Burkhard Liebsch.

Unser Erwarten wurde voll erfüllt, durch die Ausschreibung Texte zur Veröffentlichung angeboten zu bekommen, die die Vielfalt der Weiterwirkung Sartres gut drei Jahrzehnte nach seinem Tod bezeugen – entsprechend der Breite seines philosophischen, literarischen, ethischen Schaffens und auch seines unermüdlichen politischen Engagements. Und auch hinsichtlich der Form war uns Vielfalt willkommen. So stehen hier streng akademische Texte neben essayistischen oder literarischen – bis zur Form des cut up, die in wissenschaftlichen Veröffentlichungen wohl eher selten anzutreffen ist.

So bleibt Sartre eine Provokation im etymologischen Sinne des pro-vocare „hervorrufen“, „herausfordern“, oder, in seine Sprache übersetzt, ein Appell, ein Appell an die Freiheit des Anderen, des Lesers, des Zeitgenossen und auch, wie dieser Band zu belegen hofft, an die Freiheit der Nachgeborenen. Ein Appell, der Zustimmung, auch Ablehnung, seltener jedoch Gleichgültigkeit hervorruft.

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