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Religiöse Früherziehung in Judentum, Islam und Christentum

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Edited By Kathrin Klausing and Erna Zonne

Wie und wo findet religiöse Früherziehung statt? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen hier unter den abrahamischen Religionen? Der Band bietet einen Einblick in Theorie und Praxis des breiten und heterogenen Feldes religiöser Früherziehung, vermittelt Hintergrundwissen und Grundlagen, schaut in die Familien, in die Kindertagesstätten und in die Gemeinden und zeigt erstes interreligiöses Lernen auf. Schwerpunkte bilden auf diesem Weg die Anthropologie, die Glaubenserziehung zu Hause, die Unterstützung der Glaubenserziehung in den Glaubensgemeinschaften und in den Kindertagesstätten. Den Herausgeberinnen ist gelungen, was sich auf dem Feld der Interreligiosität als angestrebtes Ziel darstellt, nämlich im Nebeneinander das Miteinander erkennbar und nutzbar zu machen.
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Glaubenserziehung in der jüdischen Kindertagesstätte in Osnabrück

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Tatjana Linets

Dieser Beitrag soll einen Einblick in die tägliche Arbeit der jüdischen Kindertagesstätte „König David“ in Osnabrück geben und damit aufzeigen, in welchen Bereichen die jüdischen Traditionen eine besondere Rolle spielen und wie dadurch Glaubenserziehung erfolgt. Neben Festen, die wir gemeinsam mit den Kindern gestalten, sind uns als Team der KiTa „König David“ vor allem auch die Kleinigkeiten wichtig, die unsere Kinder durch den Tag begleiten. Die Rituale und die Atmosphäre, die sie schaffen, lassen die Kinder den Glauben praktisch erleben und verinnerlichen.

Die Kindertagesstätte „König David“ wurde durch eine Kooperation zwischen der Jüdischen Gemeinde Osnabrück und der Katholischen Kirchengemeinde St. Petrus Dom ins Leben gerufen und existiert seit August 2011.

Die Einrichtung ist für eine Gruppe ausgelegt und arbeitet nach dem altersübergreifenden Konzept, sodass Plätze für 18 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren angeboten werden. Das Team besteht aus katholischen und jüdischen Mitarbeiterinnen. Ziel der beiden Gemeinden ist eine Zusammenarbeit über die unterschiedlichen Glaubensrichtungen hinweg, wobei das religionspädagogische Konzept dem einer jüdischen Kindertagesstätte entspricht.

Nach der Bringphase, die zum Ankommen, Begrüßen und erstem Spielen genutzt wird, versammeln sich alle Kinder und Erzieherinnen zum kurzen Morgenkreis vor dem Frühstück. Hier werden alle noch einmal mit einem gemeinsamen Lied begrüßt und es werden kleine Bewegungsspiele gemacht sowie der bevorstehende Tag besprochen. Die zentrale Stelle im Morgenkreis nimmt aber...

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