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Reform der Leasingbilanzierung nach IAS/IFRS

Übertragbarkeit des "Right-of-use-Approachs</I> auf die deutsche Handels- und Steuerbilanz

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Elke Mayer

Die geplante internationale Leasingreform sieht die Einführung eines sogenannten Right-of-use-Approachs vor. Hiernach sind sowohl Finanzierungs- als auch Operating-Leasing-Geschäfte in der Bilanz des Leasingnehmers aufzuführen. In Anbetracht der fortschreitenden Globalisierung stellt sich die Frage, ob der Right-of-use-Approach neben der verpflichtenden Anwendung auf Konzernabschlüsse auch mit dem handelsrechtlichen Einzelabschluss und der Steuerbilanz vereinbar wäre. Vor diesem Hintergrund erörtert das Buch die handels- und steuerrechtlichen Fragen und geht auf die unterschiedlichen Bilanzierungszwecke sowie den Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte ein. Nach einer kritischen Analyse schließt die Arbeit mit einem Lösungsvorschlag.
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A) Einleitung

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I) Ausgangssituation

Leasing ist seit Langem eine mögliche Finanzierungsform für den Erwerb und eine besondere Vertragsform der Vermietung und Verpachtung von Vermögenswerten.1 Insgesamt gab es 2012 in Deutschland auf dem Leasingmarkt ein Neugeschäft von rund 49,0 Mrd. €, von dem das Mobilienleasing mit 47,2 Mrd. € und 1,4 Mio. neu abgeschlossenen Verträgen den wesentlichen Anteil stellte.2 Innerhalb des Mobilienleasings bildet das Kraftfahrzeugleasing (Pkw, Busse, Lkw, Transporter, etc.) mit einem Anteil von 70% am Neugeschäft die größte Gruppe, gefolgt von den Produktionsmaschinen und der EDV.3 Leasingverträge gestatten die Nutzung an Vermögenswerten gegen Entgelt, ohne dass es – oder zumindest nicht sofort – zu einem Eigentumsübergang kommt.4 Sie ermöglichen dabei sowohl in der Vertragsausgestaltung als auch bei den Optionen am Ende der Vertragslaufzeit eine hohe unternehmerische Flexibilität.5 Die Verträge kategorisieren sich im deutschen Recht in Finanzierungsleasing und Operatingleasing, wobei im Fall des Operatingleasings kein Ansatz des Leasinggutes in der Bilanz des Leasingnehmers erfolgt (sog. off-balance-sheet-Effekt). Zudem können neben Kauf- oder Mietverlängerungsoptionen Andienungsrechte vereinbart oder Mehrerlösvereinbarungen getroffen werden.

Neben den nationalen Rechnungslegungsvorschriften gewinnen auch die internationalen Regelungen immer mehr Bedeutung für die Bilanzierung der Leasinggeschäfte. Insbesondere die deutschen, kapitalmarktorientierten Unternehmen müssen neben dem handels- und steuerrechtlichen Abschluss ihren Konzernabschluss verpflichtend nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellen. Während im deutschen Handels- und Steuerrecht die ← 1 | 2 → Leasingerlasse des Bundesministeriums der Finanzen (BMF)6 für die Zuordnung des Leasinggegenstandes bei...

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