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Reform der Leasingbilanzierung nach IAS/IFRS

Übertragbarkeit des "Right-of-use-Approachs</I> auf die deutsche Handels- und Steuerbilanz

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Elke Mayer

Die geplante internationale Leasingreform sieht die Einführung eines sogenannten Right-of-use-Approachs vor. Hiernach sind sowohl Finanzierungs- als auch Operating-Leasing-Geschäfte in der Bilanz des Leasingnehmers aufzuführen. In Anbetracht der fortschreitenden Globalisierung stellt sich die Frage, ob der Right-of-use-Approach neben der verpflichtenden Anwendung auf Konzernabschlüsse auch mit dem handelsrechtlichen Einzelabschluss und der Steuerbilanz vereinbar wäre. Vor diesem Hintergrund erörtert das Buch die handels- und steuerrechtlichen Fragen und geht auf die unterschiedlichen Bilanzierungszwecke sowie den Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte ein. Nach einer kritischen Analyse schließt die Arbeit mit einem Lösungsvorschlag.
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B) Grundlagen der internationalen und deutschen Rechnungslegung

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Die internationalen und deutschen Rechnungslegungsvorschriften beruhen auf unterschiedlichen Rechtssystemen. Während sich das deutsche Handelsrecht am kontinental-europäischen Civil Law20 orientiert, dessen Regelungen auf das römische Recht (Code Civil) zurückzuführen sind, orientieren sich die internationalen Vorschriften am angelsächsischen Case Law21 und basieren auf dem Gewohnheitsrecht (Common Law).22 Bei dem kontinental-europäischen Civil Law handelt es sich um einen Rechtskreis, dessen Gesetze für eine Vielzahl von Fällen gelten sollen und einen allgemeingültigen Charakter aufweisen.23 Umfangreiche Gesetzesregelungen auf hohem Abstraktionsniveau versuchen, alle Sachverhalte in der Gesellschaft abzudecken.24 Im Gegensatz zu den kontinentalen Regelungen ist das Case Law einzelfallbezogen sowie weniger systematisch aufgebaut; ebenso wenig werden die Standards in Tatbestand und Rechtsfolge aufgegliedert.25 Sie bedienen sich vielmehr – wie in den anglo-amerikanischen Kreisen üblich – einer Regelungstechnik, in der durch Beschreiben der Zielsetzung, Definitionen und das Benennen von Beispielen diverse Fallkonstellationen erfasst werden sollen.26 Mangels gesetzlicher Rahmenvorschriften werden die Rechnungslegungsnormen im Common Law durch normsetzende Institutionen, den Standardsettern, erlassen.

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I) Regelwerk der internationalen Rechnungslegung

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