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Reform der Leasingbilanzierung nach IAS/IFRS

Übertragbarkeit des "Right-of-use-Approachs</I> auf die deutsche Handels- und Steuerbilanz

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Elke Mayer

Die geplante internationale Leasingreform sieht die Einführung eines sogenannten Right-of-use-Approachs vor. Hiernach sind sowohl Finanzierungs- als auch Operating-Leasing-Geschäfte in der Bilanz des Leasingnehmers aufzuführen. In Anbetracht der fortschreitenden Globalisierung stellt sich die Frage, ob der Right-of-use-Approach neben der verpflichtenden Anwendung auf Konzernabschlüsse auch mit dem handelsrechtlichen Einzelabschluss und der Steuerbilanz vereinbar wäre. Vor diesem Hintergrund erörtert das Buch die handels- und steuerrechtlichen Fragen und geht auf die unterschiedlichen Bilanzierungszwecke sowie den Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte ein. Nach einer kritischen Analyse schließt die Arbeit mit einem Lösungsvorschlag.
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D) Leasingbilanzierung in der Steuerbilanz

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Im Steuerrecht finden sich, wie im Handelsrecht, keine kodifizierten Normen für die Bilanzierung der Leasingverhältnisse. Stattdessen richtet sich diese im Einzelnen ebenfalls nach den steuerlichen Leasingerlassen des BMF.

I) Zurechnung des Leasinggegenstandes nach den deutschen Leasing-Erlassen

1) Zurechnung gemäß § 39 AO

Die Zuordnung des Leasingobjekts richtet sich im Steuerrecht nach § 39 AO. Danach ist zunächst das zivilrechtliche Eigentum maßgeblich. Fallen jedoch das zivilrechtliche und das wirtschaftliche Eigentum auseinander, ist gemäß dem Prinzip der wirtschaftlichen Zurechnung in § 39 Abs. 2 Nr. 1 AO der Vermögensgegenstand dem wirtschaftlichen Eigentümer zuzurechnen, da jener gemäß der sog. Döllerer-Formel435 die wesentlichen Chancen und Risiken des Vermögensgegenstandes übernimmt.436 Als wirtschaftlicher Eigentümer ist folglich derjenige anzusehen, der die tatsächliche Sachherrschaft über einen Vermögensgegenstand in einer Art und Weise ausübt, dass er den rechtlichen Eigentümer wirtschaftlich auf Dauer von der Einwirkung auf den Vermögensgegenstand ausschließen kann und dem die Substanz und der Ertrag vollständig und auf Dauer zustehen.437

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2) Konkretisierung der Zuordnung (Leasingerlasse)

Zur konkreten Ausgestaltung, wann der Leasinggegenstand dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist, werden ebenfalls die steuerlichen Leasingerlasse des BMF herangezogen, die zuvor438 ausführlich beschrieben wurden.

II) Bilanzierung von Leasinggeschäften beim Leasingnehmer/Leasinggeber

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