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Reform der Leasingbilanzierung nach IAS/IFRS

Übertragbarkeit des "Right-of-use-Approachs</I> auf die deutsche Handels- und Steuerbilanz

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Elke Mayer

Die geplante internationale Leasingreform sieht die Einführung eines sogenannten Right-of-use-Approachs vor. Hiernach sind sowohl Finanzierungs- als auch Operating-Leasing-Geschäfte in der Bilanz des Leasingnehmers aufzuführen. In Anbetracht der fortschreitenden Globalisierung stellt sich die Frage, ob der Right-of-use-Approach neben der verpflichtenden Anwendung auf Konzernabschlüsse auch mit dem handelsrechtlichen Einzelabschluss und der Steuerbilanz vereinbar wäre. Vor diesem Hintergrund erörtert das Buch die handels- und steuerrechtlichen Fragen und geht auf die unterschiedlichen Bilanzierungszwecke sowie den Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte ein. Nach einer kritischen Analyse schließt die Arbeit mit einem Lösungsvorschlag.
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E) Leasingbilanzierung nach den IAS/IFRS

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I) Allgemeines zur IAS/IFRS-Bilanzierung

Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird in der internationalen Rechnungslegung im IAS 17 umfangreich geregelt. Das Ziel des IAS 17 namens „Leases“ besteht darin, den Leasinggebern und Leasingnehmern sachgerechte Vorschriften zu den Angabepflichten sowie den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorzugeben.449 Der Standard wurde am 1. Januar 1984 erstellt. Die aktuelle Fassung stammt vom 1. Januar 2005 und beinhaltet Änderungen zum 1. Januar 2010.

Anstatt von Vermögensgegenständen/Wirtschaftsgütern und Verbindlichkeiten ist in der internationalen Rechnungslegung die Rede von „asset“ (deutsch: „Vermögenswert“) und „liability“.450 Der Begriff „asset“ ist im Zusammenhang mit immateriellen Vermögenswerten im IAS 38.8 sowie in Framework 49 lit. a definiert: „Vermögenswert ist eine Ressource, die auf Grund von Ereignissen der Vergangenheit in der Verfügungsmacht des Unternehmens steht, und von der erwartet wird, dass dem Unternehmen aus ihr künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt“. Gemäß Framework 49 lit. b definiert sich „liability“ als „gegenwärtige Verpflichtung des Unternehmens, die aus Ereignissen der Vergangenheit entsteht und deren Erfüllung für das Unternehmen erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen verbunden ist“.

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