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Reform der Leasingbilanzierung nach IAS/IFRS

Übertragbarkeit des "Right-of-use-Approachs</I> auf die deutsche Handels- und Steuerbilanz

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Elke Mayer

Die geplante internationale Leasingreform sieht die Einführung eines sogenannten Right-of-use-Approachs vor. Hiernach sind sowohl Finanzierungs- als auch Operating-Leasing-Geschäfte in der Bilanz des Leasingnehmers aufzuführen. In Anbetracht der fortschreitenden Globalisierung stellt sich die Frage, ob der Right-of-use-Approach neben der verpflichtenden Anwendung auf Konzernabschlüsse auch mit dem handelsrechtlichen Einzelabschluss und der Steuerbilanz vereinbar wäre. Vor diesem Hintergrund erörtert das Buch die handels- und steuerrechtlichen Fragen und geht auf die unterschiedlichen Bilanzierungszwecke sowie den Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte ein. Nach einer kritischen Analyse schließt die Arbeit mit einem Lösungsvorschlag.
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F) Vereinbarkeit des Right-of-use-Prinzips mit der deutschen Handels- und Steuerbilanz

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Die internationalen Rechnungslegungsstandards sind auf dem Vormarsch. Bislang sind sie nur verpflichtend auf den Konzernabschluss kapitalmarktorientierter Unternehmen anzuwenden. Im Hinblick auf das Ziel eines vereinheitlichten Binnenmarktes sowie einer weitergehenden Europäisierung – auch in Bezug auf die Rechnungslegungssysteme –, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die IAS/IFRS in den deutschen Einzelabschluss vordringen. Es muss aber überlegt werden, ob die durch den ED/2013/6 geplanten Änderungen der IAS/IFRS im Bereich der Leasingbilanzierung – insbesondere das Right-of-use-Prinzip – und die damit verbundenen Zielrichtungen mit dem deutschen Recht vereinbar sind. Insofern könnte ein erheblicher Widerspruch vorliegen. Das im Rahmen des BilMoG verfolgte Ziel des Gesetzgebers, ein den IAS/IFRS gleichwertiges Handelsbilanzrecht zu schaffen, bezog sich vornehmlich auf nicht-kapitalmarktorientierte Unternehmen. Allein bei diesen besteht eine direkte Konkurrenz zwischen dem HGB und den IAS/IFRS, da sie gemäß § 315a Abs. 3 HGB das Wahlrecht haben, den Konzernabschluss nach handelsrechtlichen oder internationalen Rechnungslegungsnormen zu erstellen.659 Bei der Wahl zur Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 325 Abs. 2a HGB nach den internationalen Standards blieb es hingegen bei der Pflicht, einen handelsrechtlichen Einzelabschluss zu Ausschüttungszwecken aufzustellen.

I) Festlegung des Überprüfungsrahmens

Zunächst ist festzulegen, ob und in welchem Rahmen eine Überprüfung der Vereinbarkeit des internationalen Right-of-use-Approachs mit der deutschen Handels- und Steuerbilanz möglich ist.

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