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Reform der Leasingbilanzierung nach IAS/IFRS

Übertragbarkeit des "Right-of-use-Approachs</I> auf die deutsche Handels- und Steuerbilanz

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Elke Mayer

Die geplante internationale Leasingreform sieht die Einführung eines sogenannten Right-of-use-Approachs vor. Hiernach sind sowohl Finanzierungs- als auch Operating-Leasing-Geschäfte in der Bilanz des Leasingnehmers aufzuführen. In Anbetracht der fortschreitenden Globalisierung stellt sich die Frage, ob der Right-of-use-Approach neben der verpflichtenden Anwendung auf Konzernabschlüsse auch mit dem handelsrechtlichen Einzelabschluss und der Steuerbilanz vereinbar wäre. Vor diesem Hintergrund erörtert das Buch die handels- und steuerrechtlichen Fragen und geht auf die unterschiedlichen Bilanzierungszwecke sowie den Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte ein. Nach einer kritischen Analyse schließt die Arbeit mit einem Lösungsvorschlag.
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G) Zusammenfassung und Ausblick

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Die Ergebnisse der Untersuchung lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

(1) Leasingverhältnisse sind eine bedeutende Finanzierungsform für den Erwerb und eine besondere Vertragsform der Vermietung und Verpachtung von Vermögenswerten auf nationaler und internationaler Ebene, die mit komplexen Bilanzierungsstrukturen verbunden ist. Der im Gesetz nicht definierte Leasingvertrag wird im deutschen Recht gemäß herrschender Meinung und der Rechtsprechung des BFH als ein (atypischer) Mietvertrag eingeordnet.

(2) Im deutschen Recht wird der Leasinggegenstand – entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums – entweder dem Leasinggeber oder dem Leasingnehmer zugeordnet. Sofern eine Zuordnung zum Leasinggeber erfolgt, findet in der Leasingnehmerbilanz der sog. off-balance-sheet-Effekt Einzug, wonach ein Ansatz des Leasingobjekts – bedingt durch den Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte – zu unterbleiben hat. Im Fall einer Zurechnung zum Leasingnehmer aktiviert jener das Leasing­objekt als Teil des Anlagevermögens in seiner Bilanz und passiviert eine entsprechende Verbindlichkeit, wohingegen der Leasinggeber das Leasing­objekt aus seiner Bilanz ausbucht und stattdessen die Forderung in Höhe der vereinbarten Leasingraten aktiviert.

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