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Beiträge zum 29. Forum Junge Romanistik

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Edited By Teresa Hiergeist, Laura Linzmeier, Eva Gillhuber and Sabine Zubarik

Der Sammelband legt seinen Fokus auf Körper und Korpora der Romania. Er schlägt somit eine Brücke zwischen der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem menschlichen Leib in seiner kulturellen sowie literarischen Relevanz und der Untersuchung von Textsammlungen und Aufnahmen, die die sprachliche Diversität des Kulturraums inkarnieren. Er behandelt den Körper in Aufführungskontexten, im Rahmen der Identitätskonstruktion, im Spannungsfeld machtpolitischer Interessen sowie in Hinblick auf die Historizität seiner Bewertung und er lotet die Möglichkeiten der Korpusanalyse und -planung aus. Mit Beiträgen aus der hispanistischen, galloromanistischen, italianistischen, katalanistischen und rumänistischen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft.
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Der Körper im Babelturm. Language Embodiment in romanischen und angelsächsischen Sprachräumen

1.  Ich sehe, was du denkst. Gestische Unterschiede als Zeuge konzeptueller Unterschiede

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Abstract: Notre perception est fortement influencée par l’expérience de notre corps. Par conséquent, des concepts comme le temps ou l’espace ne sont pas universels, mais sont sujets à une variation culturelle et linguistique. En se basant sur la thèse de la corporalité, l’article analyse dans quelle mesure la déviance du concept de privacy se manifeste dans le comportement non-verbal de trois communautés linguistiques: française, espagnole et allemande.

Seit den 1980er-Jahren rückt die so genannte embodiment thesis in den Mittelpunkt der Kognitionswissenschaft. Vertreter dieser These gehen davon aus, dass unsere kognitiven Repräsentationen und Prozesse körperbasiert sind. Unsere Sprache und ihr zugrunde liegende Konzepte sind eine unmittelbare Folge von Erfahrungen unseres Körpers. Ziel des folgenden Beitrags ist es, ein bis dato nur unzulänglich erforschtes Konzept der Privatsphäre und seine nonverbale Ausprägung am Beispiel des proxemischen Verhaltens zu untersuchen. Denn die nonverbalen Elemente, und darunter insbesondere die Gestik, sind ein grundlegender Bestandteil der Sprache und tragen eine bedeutende kommunikative und kognitive Funktion. Doch so wie sich das gesprochene Wort von Sprache zu Sprache unterscheidet, unterliegen auch die redebegleitenden Gesten einer kulturellen und sprachlichen Variation und geben Aufschluss über kognitive Repräsentierungen von Konzepten wie Raum oder Zeit. Ausgehend von der These der embodied language wird untersucht, inwieweit das nonverbale Verhalten mit der Existenz eines bestimmten Konzeptes – der Privatsphäre – korreliert.

Die Botschaft einer sprachlichen Äußerung wird nicht nur von ihrem verbalen Inhalt bestimmt....

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