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Lernen und Lehren in multilingualen Kontexten

Zum Umgang mit sprachlich-kultureller Diversität im Klassenraum

Series:

Edited By Nancy Morys, Claudine Kirsch, Ingrid de Saint-Georges and Gérard Gretsch

Mehrsprachigkeit ist in Europa ebenso gesellschaftlich erwünschtes Ziel wie Realität in den Klassenräumen aller Schulformen. Sie stellt Lehrende und Lernende vor enorme Herausforderungen, eröffnet aber auch ungeahnte Chancen für einen lebensnahen, funktionalen Sprachenunterricht. Ziel des Sammelbands ist es, bestehende Sichtweisen auf den Umgang mit sprachlich-kultureller Heterogenität in der Schule bewusst zu machen, Handeln und Denken der Akteure in der Praxis zu verstehen und Erfahrungen in diversen Lernumgebungen zu reflektieren. Die Beiträge der 17 Autorinnen und Autoren sind in Unterrichtskontexten verschiedener Länder entstanden und nähern sich dem Forschungsgegenstand mit unterschiedlichen qualitativen und quantitativen Ansätzen, Methoden und theoretischen Perspektiven.
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Förderung von Sprach(lern)bewusstheit und Sprach(lern)kompetenz durch germanische Interkomprehensionsansätze

1.  Einleitung

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Abstract: Ausgehend von dem Ansatz der germanischen Interkomprehension testet die in diesem Beitrag vorgestellte quantitative Studie das metalinguistische Wissen sowie die Transferfähigkeiten ein- und mehrsprachiger Lernender. Sie geht der Frage nach, ob die Mehrsprachigkeit der Teilnehmer tatsächlich eine Ressource oder eher eine Barriere bei interkomprehensiven Aufgaben, die metalinguistisches Wissen verlangen, darstellt. Getestet wurden 577 ein- und mehrsprachige Schülerinnen und Schüler der fünften und zehnten Klassen unterschiedlicher Schulformen im deutschsprachigen Raum. Durch Mittelwertvergleiche konnte gezeigt werden, dass Mehrsprachigkeit nicht per se kognitive Vorteile bei dieser Art von Aufgaben bietet.

Based on the Germanic intercomprehension approach, this article presents the results of a quantitative study that tested metalinguistic knowledge of mono- and bilingual students. The goal of this study was to determine whether the students’ multilingualism can be regarded as a resource or rather as a barrier for solving intercomprehensive tasks. The study was conducted in the German speaking area with N=577 mono- and bilingual students of different age groups (5th and 10th grade). The comparisons of means (t-tests) show that multilingualism does not automatically lead to cognitive benefits in this type of task.

Sprachvergleichender Unterricht im Allgemeinen bzw. die Beschäftigung mit germanischer Interkomprehension im Speziellen bietet sich im deutschsprachigen Raum für den Fremdsprachen- oder den Deutschunterricht geradezu an, denn alle Schülerinnen und Schüler sprechen/lernen Deutsch und die meisten beginnen in der Primarstufe mit Anfangsenglischunterricht. Damit kennen sie bereits zwei germanische Sprachen. Diese Basis aus Deutsch-...

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