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Franz Brentano-Carl Stumpf: Briefwechsel 1867–1917

Unter Mitarbeit von Thomas Binder

Series:

Margret Kaiser-El-Safti

Mit diesem Band liegt erstmals seit fast hundert Jahren eine Veröffentlichung des Briefwechsels zwischen Franz Brentano und Carl Stumpf vor. Die beiden Philosophen gelten als Wegbereiter der international und interdisziplinär konzipierten phänomenologischen Bewegung, die Stumpfs Beitrag infolge seines stark musikpsychologisch relevanten Ansatzes bislang nicht angemessen rezipierte. In einer Zeit radikaler Paradigmenwechsel in der Wissenschaftsentwicklung vermitteln die Briefe Wendepunkte in der zunächst gemeinsam, später kontrovers vertretenen Idee von einer neuen wissenschaftlichen Philosophie, die heute noch aufschlussreich sind für das Verhältnis von Philosophie und Psychologie. Die Briefe lassen aber auch die persönlichen, zum Teil dramatischen Hintergründe dieses wohl einmaligen Freundschaftsverhältnisses erkennen.
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1873 (Dok. 55–85)

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DOK. 55

Brentano an Stumpf

11. Januar 1873, Würzburg

Lieber Freund!

Ich danke Ihnen für Ihren lieben Brief und seine vielen interessanten Neuigkeiten. Nicht einmal das hatte ich gewusst, dass Sigwart vom Ministerium wirklich berufen worden sei. Ich hatte Edel nicht allein getroffen und Wirthmüller und Andere, die ich sah, wussten offenbar selbst nichts Neues über unsere Sache. Ehe man weiß, ob Sigwart annimmt, kann man nun freilich nichts tun. Doch wünschte ich immer noch sehr, dass Hirzel sich beeilte.

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