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Interferenzfehler deutschlernender Aserbaidschaner

Morpho-syntaktische und lexiko-semantische Interferenzfehler beim gesteuerten und ungesteuerten Fremdsprachenerwerb

Pari Isakova

Bis Anfang der 1990er Jahre war die Erforschung des Deutscherwerbs der Aserbaidschaner aus politisch-historischen Gründen ausschließlich aus der Perspektive des Deutschen als Fremdsprache möglich. Mit der Wende und der Migration der ehemaligen Sowjetbürger, darunter auch Aserbaidschaner, in die BRD bekam Deutsch für die aserbaidschanischen Einwanderer auch den Status des Deutschen als Zweitsprache. Die aus einem theoretischen und einem empirischen Teil bestehende Arbeit erforscht den Einfluss des Aserbaidschanischen als Muttersprache auf den Erwerb des Deutschen sowohl als Fremd- als auch Zweitsprache. Unter anderem geht sie der Frage nach, ob sich die Interferenzfehler der aserbaidschanischen Deutschlernenden beim gesteuerten und ungesteuerten Fremdsprachenerwerb voneinander sowohl qualitativ als auch quantitativ unterscheiden.
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6. Datenerhebung und Probanden Beschreibung der Untersuchungsgruppe und methodische Vorgehensweise

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Die empirischen Untersuchungen in Rahmen dieser Promotionsarbeit wurden in Deutschland und in Aserbaidschan durchgeführt. Insgesamt wurden 30 Probanden in die Untersuchung einbezogen. Nach der Auswertung der Ergebnisse konnten jedoch 60 Texte von 20 Probanden für die Untersuchung gewonnen werden.

Die erste Datenerhebung fand in Aserbaidschan bzw. in Baku statt. An der Untersuchung nahmen die Studenten des 2. Studienjahres der germanistischen Fakultät der Bakuer Staatlichen Universität und, wie es ursprünglich geplant war, die Teilnehmer eines DSH-Vorbereitungskurses in Baku teil.

Nach der näheren Auseinandersetzung mit den Fragebögen zur für die Fehleranalyse relevanten Hintergrundinformationen und der Auswertung der Daten und der Frage wurde jedoch die Entscheidung getroffen, auf die Texte der Teilnehmer von DSH-Kursen zu verzichten. Die Informationen in den Fragebögen deuten darauf hin, dass fast alle Teilnehmer dieser Untersuchungsgruppe Deutsch als Dritt- oder sogar Viertsprache lernten. Außerdem bestand fast die Hälfte dieser Gruppe aus Teilnehmern, die ihre Schul- bzw. Hochschulbildung nicht auf Aserbaidschanisch, sondern auf Russisch bekommen hatten. Hierzu muss betont werden, dass die Schulbildung in Aserbaidschan aus den historischen Gründen immer noch in zwei Sprachen, entweder in der Amtssprache Aserbaidschanisch oder auf Russisch, vollzogen werden kann. Hätte man also die Texte dieser Gruppe in unsere Fehleranalyse miteinbezogen, müsste man dann mit dem Einfluss des Russischen und eventuell des Englischen rechnen, was in dem Fall diese Arbeit vom eigentlichen Forschungsziel wegführen würde. Der Forschungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist bekanntlich der Einfluss des...

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