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Die Beendigung von finnischen und deutschen Telefonaten

Eine interaktionslinguistische, kontrastierende Untersuchung

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Mia Raitaniemi

In finnischen und deutschen Alltagsgesprächen liegen sowohl gemeinsame als auch divergierende Konventionen vor. Die Autorin geht den Konventionen nach, indem sie Beendigungsphasen von Telefonaten interaktionslinguistisch untersucht. Die Analyse umfasst auch das Kontrastieren der finnischen und deutschen Daten. Als zentrales methodisches Werkzeug wird ein Modell der Sequenzstrukturen eingeführt. Die Arbeit beschreibt die Struktur von Alltagsgesprächen so, dass sich unterschiedliche Ebenen des Gesprächs in die sprachkontrastive Analyse einschließen lassen: der Turn, die Sequenz und die Prosodie. Sie stellt sprachenspezifische Interaktionskonventionen im Detail vor und untersucht, was geschehen muss, bevor man schließlich moi oder tschüss sagen kann.
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10. Zusammenfassung und Ausblick

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Der Ausgangspunkt meiner Untersuchung war herauszufinden, wie man das Telefonat im Einverständnis mit dem Gesprächspartner abschließt. In der Fragestellung meiner Untersuchung wurde deshalb als initiierende Frage formuliert: Wie gestaltet sich die sequenzielle Struktur der einzelnen Beendigungen? Dies wurde anhand von Beendigungen finnischer und deutscher Privattelefonate kontrastiv untersucht. Somit gestaltete der sprachkontrastive Blickwinkel einen weiteren Teil der Fragestellung: Wie geschieht dies in Daten aus zwei verschiedenen Sprachgebieten?

Die theoretischen Hintergründe der Untersuchung wurden im ersten Teil (Abschnitt 1 bis 4) der Untersuchung beschrieben. Die empirische Analyse der ausgewählten finnischen und deutschen Telefonate folgte im zweiten Teil (Abschnitt 5 bis 10).

In Abschnitt 2 wurde das Material vorgestellt. Es handelt sich um zwölf finnische und zwölf deutsche natürliche Privattelefonate. Die Telefonate wurden von den Probanden selbst zu Hause aufgenommen. Die Telefonate, die sie für diese Untersuchung freigegeben haben, wurden nach den Konventionen von GAT1 (Selting et al. 1998) transkribiert. Den finnischen Transkripten wurden deutsche Hilfsübersetzungen und Glossierungen beigefügt. Die Transkripte der gesamten Telefonate und die Tonaufnahmen der Beendigungsphasen können der beigefügten CD entnommen werden. Die Identität der Beteiligten wurde geschützt, indem Namen und andere Details aus den Tondateien und Transkripten entfernt wurden.

In Abschnitt 3 wurden die relevanten theoretisch-methodischen Ansätze behandelt. Angefangen wurde bei den Definitionen der Gesprächssorte „privates Telefonat“ und der Beendigungsphase dieser Gesprächssorte. Zunächst wurde der theoretische Rahmen der Interaktionslinguistik und der der kontrastiven Analyse...

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