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Personalbedarfsprognose im Gesundheits- und Pflegewesen

Eine berufs-, einrichtungs- und regionalspezifische Betrachtung für Deutschland

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Tobias Ehrhard

Gefährden zukünftige Personalengpässe im Gesundheits- und Pflegewesen die Sicherstellung einer flächendeckenden medizinischen Versorgung? Der Autor widmet sich dieser zentralen gesundheitspolitischen Fragestellung und untersucht, wie sich die Personalnachfrage und das Personalangebot im Gesundheits- und Pflegewesen bis zum Jahr 2030 entwickeln könnten. Neu ist dabei die gemeinsame Analyse der für die gesundheitliche Versorgung wichtigen ärztlichen und nichtärztlichen Berufsgruppen, differenziert nach Qualifikationen, Bundesländern sowie nach Einrichtungen des Gesundheits und Pflegewesens. Die Arbeit stellt erstmals regional differenzierte und vergleichbare Ergebnisse zur Verfügung und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen der Messung des zukünftigen Personalbedarfs auf.
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7 Fazit und Ausblick

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Ziel dieser Arbeit war die Beantwortung der zentralen Fragestellung, wie sich die Personalnachfrage und das Personalangebot im Gesundheits- und Pflegewesen in den kommenden Jahren bis 2030 entwickeln könnten und in welchen Berufen, Einrichtungen und Regionen somit zukünftig mit Personalengpässen zu rechnen ist, die womöglich die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung gefährden. Dazu wurde unter Berücksichtigung der für die gesundheitliche Versorgung wichtigen Berufe und Einrichtungen aufgezeigt, welche Qualifikationen (Berufe, Fachrichtungen), zu welchem Zeitpunkt (Jahr) und in welcher Einrichtung (Sektor) benötigt werden und ob diese Nachfrage durch das vorhandene Angebotspotenzial gedeckt werden kann. Zur Beantwortung der Fragestellung dieser Arbeit wurde ein empirisches Berechnungsmodell zur Quantifizierung der zukünftigen Personalnachfrage und des Personalangebots im Gesundheits- und Pflegewesen in Deutschland entwickelt.

Vorab muss betont werden, dass der Arbeitsmarkt im Gesundheits- und Pflegewesen in Deutschland sehr heterogen ist und mögliche Personalengpässe kein flächendeckendes, einrichtungs- oder berufsspezifisches Phänomen ist. Insbesondere auf regionaler Ebene können sich Personalangebot und -nachfrage sehr unterschiedlich entwickeln. Daher wurden die genannten Dimensionen um die regionale Analysemöglichkeit auf Bundeslandebene ergänzt. Ferner unterliegt das Gesundheits- und Pflegewesen einem stetigen institutionellen Wandel und wird von zahlreichen Trends, wie z. B. der demografischen Entwicklung oder dem medizinisch-technischen Fortschritt, geprägt. Um diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen, wurde als weitere Prämisse des Modells die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Datenaktualisierung berücksichtigt. Aus diesem Grund wurde bei der Berechnung auf Primärerhebungen verzichtet und es fließen ausschließlich amtliche, frei...

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