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Kultur und Erziehung

Neukantianische Pädagogik als transkulturelles Erziehungskonzept

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Katayon Meier

Seit vielen Jahren wird die sogenannte «multikulturelle» Struktur der Bundesrepublik Deutschland in unterschiedlichen pädagogischen Konzepten problematisiert. Vor allem die Erziehung wird in diesem Kontext als Herausforderung angesehen. Dass Kultur und Erziehung in Zusammenhang stehen, scheint evident zu sein. Was jedoch genau unter den Begriffen Kultur und Erziehung zu verstehen ist und wie diese in Zusammenhang stehen, bleibt oft diffus und trägt eher zur Verschleierung als zur Erhellung des Sachverhalts bei. Folgende Studie klärt anhand einer problemgeschichtlich-systematischen Analyse den Begriff Kultur und deren Verbindung mit dem Begriff Erziehung und erarbeitet anhand der gewonnenen Erkenntnisse ein transkulturelles Erziehungskonzept, das den veränderten Bedingtheiten des Heranwachsens Rechnung trägt und die Selbstbestimmung des Individuums und dessen kulturelle Freiheit in den Mittelpunkt stellt.
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Im Zuge der Globalisierung hat sich die Welt in den letzten Jahrzehnten wesentlich verändert. Neben den ökonomischen und politischen Vernetzungen hat sich auch die „Berührungsfläche“ zwischen Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Welt verstärkt. Sowohl durch die weltweiten Migrationsströme als auch durch die neuen Kommunikationsmedien und Transportmittel ist heute der Zugang und Austausch über unterschiedliche Informationen, Ideen und Weltanschauungen einfacher und alltäglicher denn je. Eine Vielzahl der Menschen ist heute in einem noch nie dagewesenen Maße mobil. Selbst wenn Menschen nicht verreisen, bringen Satellitenfernsehen und Internet Informationen aus unterschiedlichen Regionen der Welt sogar in die entlegensten Gegenden und machen einen überregionalen Austausch zwischen Menschen weltweit möglich (vgl. UNDP Bericht 2004, S. 107). Urich Beck beschreibt in seinem Buch „Generation Global“ diese Veränderung folgendermaßen: Die Welt „erschien uns allen, trotz vielerlei Durcheinanders, relativ geordnet wie eine Landschaft mit Hügeln und Wäldern, nahen und fernen Kontinenten und Menschen. Und in dieser Welt hatte letztlich jeder seinen Platz. Da gab es (das klingt heute noch wie ein weißer Schimmel) Chinesen, die nach China, Schwarze, die nach Afrika, Polen, die nach Polen, Deutsche, die nach Deutschland, Brasilianer, die nach Brasilien gehörten usw. Da kamen sie her, da waren sie verwurzelt, dahin konnte man sie notfalls zurückschicken. Auch wenn man nicht viel von den ‚Fremden‘ wußte, so war doch klar, daß man sie an diesen geographischen Orten besuchen konnte. […] Was immer man unter ‚Globalisierung‘ versteht, diese Sicht der Welt ist...

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