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Management in sozialen Organisationen: Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen

Theoretische Grundlagen und 12 Fallbeispiele aus der Sozialen Arbeit

Kurt Possehl

In sozialen Organisationen ist die Leitung von Teams und teilautonomen Arbeitsgruppen die unterste Führungsebene. Das Buch fokussiert diese und die nächsthöheren Leitungsebenen. Die Erörterung der theoretischen Grundlagen umfasst ausgewählte Aspekte von Arbeitsgruppen und Organisation, Gruppendynamik, Handlungs- und Entscheidungstheorie und Leitungstätigkeit. Zwölf bearbeitete und kommentierte Fallbeispiele aus der Praxis von Teamarbeit demonstrieren die gedankliche Integration der theoretischen Grundlagen zur – hypothetischen – Problembewältigung im konkreten Fall. Schwerpunkte hierbei sind die Analyse komplexer Teamsituationen und -abläufe, die gedankliche Entwicklung möglicher Interventionen und die nachfolgende Entschlussfassung zum Handeln.
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2 Ausgewählte theoretische Grundlagen von Teamarbeit

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Zunächst erfolgt in Abschnitt 2.1 eine Einordnung des Begriffs ‚Teamarbeit’ in einen umfassenderen begrifflichen Zusammenhang einschließlich einer Arbeitsdefinition dieses Begriffs. Danach werden in Abschnitt 2.2 die individuelle Ebene der einzelnen Teammitglieder, in Abschnitt 2.3 die organisatorisch – institutionelle Einbindung von Teamarbeit und in Abschnitt 2.4 gruppendynamische Aspekte angesprochen. In Abschnitt 2.5 werden die handlungstheoretischen Grundlagen beschrieben, wie sie für das in Abschnitt 2.6 schließlich erörterte Thema ‚Teamleitung’ tragend sind; dabei wird unterschieden zwischen a) Teamleitung im eingeschränkten Sinn der Leitung von Gruppenbesprechungen und Teamsitzungen und b) Teamleitung im erweiterten Sinn von Mitarbeiterführung zur Steuerung der alltäglichen Arbeitsprozesse teilautonomer Arbeitsgruppen.

2.1 Einordnung und Definition des Begriffs ‚Teamarbeit’

1. Arten der Arbeit in und mit Gruppen

Die Übersicht in Abbildung 1 dient der Groborientierung über Arten der Arbeit in und mit Gruppen im Anwendungsbereich der Sozialen Arbeit.

In der Sozialen Arbeit lag der Schwerpunkt bisher bei der sozialen Gruppenarbeit (Kategorie II in Abb. 1), die neben der sozialen Einzelhilfe und der Gemeinwesenarbeit als eine der drei ‚klassischen’ Arbeitsformen der Sozialen Arbeit gilt.

Therapeutische oder quasitherapeutische Gruppenarbeit (Kategorie I) spielt mit Zusatzausbildung und/oder in der Funktion der Sozialarbeiterin / des Sozialarbeiters als Ko-Therapeuten im Anwendungsbereich der Sozialen Arbeit ebenfalls eine Rolle, wenn auch nicht in demselben Umfang wie soziale Gruppenarbeit. Die Unterscheidung zwischen therapeutischer und sozialer Gruppenarbeit ist mindestens in der Anwendung nicht immer trennscharf, ganz deutlich bei sozialen Trainingskursen mit sozial auffälligen...

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